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Ovag soll Wasserampel auf Rot stellen

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Wetterau - Die Ovag muss die Wasserampel auf Rot stellen, um das Grundwasser in Vogelsberg und Wetterau zu schonen. Das fordern die BUND-Kreisverbände Wetterau, Vogelsberg und Frankfurt - und rufen für Freitag zur Demo vor dem Ovag-Hauptgebäude in Friedberg auf.

70 Prozent der Vogelsberger Quellen seien versiegt, die Nidda sei von der Quelle bis zum Nidda-Stausee trockengefallen. Der Grundwasserspiegel in Vogelsberg, Burgwald und Hessischem Ried sinke immer weiter. „Angesichts brauner Wiesen überlegen Landwirte schon, ob sie Vieh verkaufen oder schlachten müssen, denn mangels frischem Grün müssen sie dem Vieh schon jetzt Winterfutter geben. Die Fichten sind dürr, Buchen und Eichen kümmern“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar verkünde der Zweckverband der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (ZOV), dass es noch ausreichend Trinkwasser gebe, aber der BUND fragt: „Wollen die denn erst etwas tun, wenn kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt? Wie vor wenigen Jahren in Ulrichstein?“

Der Demonstrationszug soll am Freitag um 14 Uhr am Friedberger Bahnhof beginnen. Ziel ist das Ovag-Verwaltungsgebäude in der Hanauer Straße, wo um 15 Uhr die Verbandsversammlung des ZOV beginnt. Neben den BUND-Kreisverbänden haben sich der BUND Frankfurt, die Nabu-Gruppen Vogelsberg und Horlofftal, die Naturfreund*innen Vogelsberg und die Schutzgemeinschaft Vogelsberg sowie Kreisverbände der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald angekündigt.

Die Gruppen stellen auch Forderungen an die Stadt Frankfurt: Die Stadt müsse die Eigenversorgung erhöhen, Flächen entsiegeln, Starkregenwasser zur Versickerung auf Retentionsflächen leiten und in Neubaugebieten Brauchwasserleitungen zur Substitution von Trinkwasser installieren. Auch sollte nur mit Brauchwasser gegossen werden. „Das Wachstum der Metropolregion Rhein-Main darf nicht weiter auf Kosten der Natur und der Menschen im Frankfurter Umland gestützt werden.“ red

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