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Vor der Polizeiwache in Schlüchtern hängen am 27. Januar die Fahnen auf dem Kopf.

Schlüchtern

Fahnen falsch herum gehisst: Straftatbestand wird geprüft

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft prüft, ob die falsch herum gehissten Fahnen in Schlüchtern „überhaupt strafrechtlich relevant“ sind.

Die falsch herum gehissten Flaggen in Osthessen beschäftigen weiter die Ermittlungsbehörden. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben, „ob das überhaupt strafrechtlich relevant ist“, wie die Sprecherin Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Falls ein Straftatbestand erfüllt sei, würden Zeugen vernommen.

Vor einer Polizeiwache in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) waren am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar die Deutschland- und die Hessenfahne kopfüber gehisst worden. Der Staatsschutz im Polizeipräsidium Südosthessen ermittelt, ob das Absicht war und womöglich rechtsextreme Motive dahinterstecken.

Laut hessischem Verfassungsschutz konnten umgekehrte Flaggen bisher vor allem in der Reichsbürgerszene beobachtet werden. Der Hintergrund könne „eine bewusste Distanzierung von der Bundesrepublik Deutschland und deren Werten sein“, teilte ein Sprecher mit. „Allerdings ist die Verwendung der Bundesflagge in dieser Form kein hinreichender Anhaltspunkt dafür, dass eine Person dem Reichsbürgerspektrum zuzuordnen ist.“ (dpa)

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