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Atemberaubende Artistik beim Internationalen Neujahrs-Varieté in Bad Nauheim.

Bad Nauheim

Varieté im Januar

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Seit inzwischen 17 Jahren ist das Varieté ein Selbstläufer.

Mit seinem Neujahrsvarieté hat der Wetterauer Energieversorger OVAG offenbar einen Nerv getroffen. Während sich im Dezember die Veranstaltungen vor Weihnachten drängen, überall Kabarett und Konzerte angeboten werden, schließt das Varieté im historischen Jugendstiltheater in Bad Nauheim Mitte Januar eine Lücke in einer veranstaltungsarmen grauen Zeit. Seit inzwischen 17 Jahren ist es ein Selbstläufer.

„Wir hatten in der ganzen Zeit noch nie eine Vorstellung, die nicht ausverkauft war“, sagt OVAG-Pressesprecher Andreas Matlé stolz. Und das waren seit 2003 immerhin schon 450 Auftritte. Auch für die neue Runde im Januar sind einige Termine bereits ausverkauft, es gibt aber noch Karten. Der Eintritt ist vergleichsweise günstig, weil das Unternehmen die Tickets sponsert.

45 Artisten aus 14 Nationen sind diesmal zu Gast, die OVAG erwartet rund 33 000 Besucher. Ein Glücksfall sei neben dem Ambiente des mehr als 100 Jahre alten Raums auch die riesige, 16 Meter breite und 14 Meter hohe Theaterbühne. „Die Bühne ist sehr tief. Der Saal sieht aus wie eine kleine Oper“, schwärmt Matlé.

„Schönheit des Scheiterns“ heißt das Programm dieses Mal, vielleicht ja auch ein ganz passendes Motto für 2019. Es muss ja nicht immer alles perfekt klappen im Leben, wenn es Spaß macht – gleichwohl sollte bei den Artisten schon jeder Handgriff sitzen.

So donnern etwa die vier Diorios aus Brasilien mit Motorrädern durch eine stählerne Kugel, das Duo Yingling aus Shanghai zeigt atemberaubende Körperakrobatik, die drei Extreme-Brothers aus Rumänien lassen ihre Muskeln spielen, und das Duo Stauberti aus Prag fährt auf einem Einrad. Er tritt, sie balanciert auf einer fünf Meter langen Stange, an deren Ende sie einen Handstand macht.

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