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Performance-Künstlerin Marina Abramovic vor der Alten Oper Frankfurt.

Kultur-Highlights

Große Stars und experimentelle Projekte

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Sir Simon Rattle, Christoph Pregardien und Edita Gruberová zählen zu den Höhepunkten des Konzertjahres, die einen Eintrag in den Kalender wert sind.

An Frankfurt und insbesondere an der Alten Oper kommen Klassikliebhaber einfach nicht vorbei. Sie wird auch in diesem Jahr wieder das wichtigste Domizil in Rhein-Main für große Stars wie Sir Simon Rattle, aber auch für experimentelle Projekte wie das nie da gewesene Gemeinschaftsevent von Marina Abramovic. Während das Rheingau-Musikfestival oder die Residenzfestspiele Darmstadt ihre Programme noch geheim halten, sind schon einige Termine bekannt, die einen Eintrag in den Kalender wert sind. 

Museumskonzerte 

Fünf weitere Sinfoniekonzerte in der Spielzeit 2018/19 der Frankfurter Museumsgesellschaft mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester locken 2019 in den großen Saal der Alten Oper Frankfurt. Empfehlenswert insbesondere die mit Opern-Generalmusikdirektor Sebastian Weigle: das 6., 7. und 8. Konzert. Ludwig van Beethovens Chorfantasie, Leonard Bernsteins Divertimento for Orchestra oder Pjotr Iljitsch Tschaikowskis 1. Klavierkonzert op. 23 in b-Moll versprechen vor allem in Verbindung mit Weigle, dem Opern- und Museumsorchester, Frankfurter Ensembles und Solisten wie Alexej Gorlatch (Klavier), Sabine Meyer (Klarinette) oder Yekwon Sunwoo (Klavier) wahre Konzerthöhepunkte zu werden.

10./11. Februar, 3./4. März, 7./8. März, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz. www.alteoper.de.

Die ersten Konzerte vom London Symphony Orchestra und dem neuen Chefdirigenten Sir Simon Rattle bestätigen, dass beide bestens miteinander harmonieren. Wenn die Alte Oper Frankfurt ein Fokus-Festival rund um Sir Simon Rattle ausrichtet, darf dementsprechend ein Einblick in das jüngste Kapitel der Erfolgslaufbahn des Dirigenten nicht fehlen. Der Abend will den Pultstar laut Ankündigung nicht nur mit dem Rücken zum Publikum zeigen, sondern auch im Gespräch aus nächster Nähe, wenn Sir Simon Rattle über Konzertsäle spricht.

22. Februar, 9. April, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz. www.alteoper.de.
Ein weiterer Teil der „Fokus“-Reihe: Pianist Leif Ove Andsnes, 7., 8. Februar, 11., 12. Mai. 

Lisa Batiashvili und François Leleux gelten als ein Traumpaar der klassischen Musikszene. Die Eltern zweier Kinder schaffen es, sich musikalisch stets weiterzuentwickeln. Zusammen mit Camerata Salzburg bringen Batiashvili und Leleux unter anderem Wolfgang Amadeus Mozarts · Sinfonie Nr. 31 „Pariser“ auf die Bühne – ein großbesetztes, prunkvolles und abwechslungsreiches Werk mit Pauken und Trompeten. 

13. März, Kurhaus Wiesbaden, Kurhausplatz 1. www.wiesbaden-musik.de 

Musikexperiment  

„Anders hören: Die Abramovic-Methode für Musik“ wird ein einzigartiges und noch nie dagewesenes Gemeinschaftsevent sein, in dem das Publikum der Musik durch die Erfahrung der Performance-Kunst und durch die gemeinschaftliche Erfahrung von Achtsamkeit begegnet. Marina Abramovic, eine der bekanntesten und einflussreichsten Künstlerinnen der Welt, hat ein eigens für die Alte Oper großangelegtes neues Kunstprojekt entwickelt, das eine neue Art des Hörens ermöglichen will.

20. bis 24. März, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz. www.alteoper.de

Fünf Schubert-Sinfonien an zwei Abenden – die 3., 5. und 6. in einer längeren „Schubert! Nacht“ und der berühmte Solitär der „Unvollendeten“ zusammen mit der 2. Sinfonie am Tag darauf. Mit Christoph Prégardien wird bei den HR-Sinfoniekonzerten einer der wichtigsten Schubert-Sänger zu Wort kommen. Sein Tenor verspricht eine enorme Natürlichkeit und Schlichtheit: Nie muss er forcieren, nie Druck machen, es strömt einfach dahin.

4./5. April, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz. www.hr-sinfonieorchester.de

Wenn der österreichische Hochleistungs-Schlagzeuger Martin Grubinger „The Century of Percussion“ ausruft, darf man sich auf ein Konzert der Superlative freuen. So hat Martin Grubinger gemeinsam mit seinem Vater eine beeindruckende Suite arrangiert, die die Geschichte des Schlagzeugs in den Mittelpunkt stellt und – ausgehend von Strawinskys „Sacre“ – Rhythmen und Melodien aus Klassik, Jazz, Rock und Folk zu einer wilden Stilcollage zusammenmixt. Der Multiperkussionist lädt zu einer faszinierenden musikalischen Weltreise durch ein Jahrhundert der Perkussion ein.

10. April, Alte Oper Frankfurt, Opernplatz. www.alteoper.de

Mit den schwierigsten Partien des Belcanto hat sie sich in die Herzen des Publikums gesungen: Edita Gruberová gilt seit den 1960er- Jahren als „Wunder“ in der internationalen Opernwelt. Neben anderen hochkarätigen Konzerten präsentiert die Oper Frankfurt einen Liederabend mit der Sopranistin und Peter Valentovic am Klavier. Mit ihren Liederabenden möchte Edita Gruberová „weit über die Bühne hinaus wirken“. Ihre Popularität hat sie stets genutzt, um selten gespielte Werke neu zu entdecken. Sie lässt unter anderem den Frühlingsstimmen-Walzer von Johann Strauß sowie Arien aus Il barbiere di Siviglia oder Giulio Cesare erklingen

23. April, Oper Frankfurt, Willy-Brandt-Platz. www.oper-frankfurt.de.

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