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Opel-Zoo

Ohne Publikum und Einnahmen

  • vonBoris Schöppner
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Der Opel-Zoo in Kronberg nutzt den Lockdown für Ausbauarbeiten.

Für Thomas Kauffels, den Direktor des Opel-Zoos, ist „die Situation wieder zurückgedreht“. Tierpflegerinnen, Gärtner, Pädagogen und Verwaltung – alle Bereiche seien wie im Frühjahr wieder strikt in zwei Gruppen getrennt, die im wöchentlichen Wechsel arbeiten, damit der Zoo arbeitsfähig bleibt, sollte jemand an Covid-19 erkranken. Auch an der grundsätzlichen Konstellation habe sich gegenüber dem ersten Lockdown nichts geändert: Die Tiere müssen weiter versorgt werden, die Kosten laufen weiter – aber es gibt keine Einnahmen.

Wurden im ersten Lockdown vor allem Verschönerungsarbeiten erledigt, zum Beispiel Zäune gestrichen, soll die Zeit jetzt genutzt werden, um die Scheune im hessischen Bauerndorf zum Aufenthaltsraum für die Beschäftigten auszubauen. Auch die Ausweichanlage für die Manule (Pallaskatzen) werde eingerichtet. „Aber das ist schnell erledigt“, sagt Kauffels.

Bei der Katta-Vari-Anlage, seit Mitte August in Bau, fallen nur Begleitarbeiten an. Der Rohbau für die Tiere aus Madagaskar ist fertig. Die Arbeiten an der großen Voliere sollen im Januar beginnen, die gesamte Anlage im Frühjahr fertig werden. „Wir haben mit dem Bau angefangen, als wir das Geld hatten“, sagt der Zoodirektor. „Die einzigen Kosten, die wir steuern können, sind die Investitionskosten.“

Geöffnet war der Zoo vom 1. Januar bis zum 16. März und vom 4. Mai bis zum 1. November. Nach der Öffnung war die Besucherzahl erst auf 1000 und später auf 2000 begrenzt, eine Sicherheitsfirma wachte über das Einhalten der Abstandsregeln, die sanitären Anlagen wurden häufiger desinfiziert. Alles zusätzliche Kosten. Und trotzdem: „Wir haben davon profitiert, dass die Leute nicht in den Urlaub fahren konnten. Wir waren auf einem guten Weg, die Lücke zu schließen“, sagt Kauffels.

Sauer, dass der Zoo nicht geöffnet bleiben kann, sei er nicht. „Wir müssen uns einfach damit abfinden.“ Auch von Politiker-Bashing hält er nichts. „Ich habe großen Respekt davor, dass Menschen jetzt etwas entscheiden müssen. Ich fühle mich im Moment gut regiert.“ Zoo und Lodge fallen unter die Unterstützungsklausel, erhalten also 75 Prozent der Einnahmen aus dem November 2019. „Das ist mehr als nichts“, scherzt Kauffels, „auch wenn mir 75 Prozent der Einnahmen aus dem April 2019 lieber wären.“ Für Zoos in Deutschland gelte: „Was Sie bis zum Ende der Herbstferien nicht eingenommen haben, nehmen Sie in diesem Jahr nicht mehr ein.“

Und wie geht es den Tieren ohne Publikum? „Unsere Tiere sind auch zu normalen Zeiten von 17 bis 9 Uhr allein. Das sind sie gewohnt.“

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