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Im Müll: Das Mahnmal für die Opfer des Rassenwahns am Platz der Deutschen Einheit. 

Offenbach

Offenbach: Schutz für Holocaust-Mahnmal

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Die Stadt Offenbach reagiert auf die Vermüllung eines Mahnmals neben einer Innenstadt-Baustelle.

Die Stadt hat schnell auf die Verschandelung des Mahnmals für die Opfer des Holocaust am Platz der Deutschen Einheit in der Offenbacher Innenstadt reagiert. Wie berichtet, war das Areal rund um den Gedenkstein mit Baumaterialien und Abfällen übersät. Ein Unternehmer hatte sich deshalb an die FR gewandt.

Nach Angaben des Stadtsprechers Fabian El Cheikh steht fest, dass Materialien und Müll dort verbotenerweise gelagert wurden. Sie hätten sich außerhalb der genehmigten Baustelleneinrichtung befunden. Als Verursacher wurde der Bauunternehmer für das neue Einkaufszentrum Rathaus-Plaza ermittelt. Dieser habe erklärt, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass es sich um ein Mahnmal handle. Er habe versprochen, alle Bauarbeiter auf die Einhaltung der Vorschriften hinzuweisen, sagte El Cheikh.

Die Stadt hat zum Schutz der Gedenktafel mit Stein, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf Initiative des Vereins der Verfolgten des Naziregimes und des Bunds der Antifaschisten geschaffen worden war, die städtische Dienstleistungsgesellschaft ESO beauftragt, eine Absperrung zu errichten.

Gestern war der Platz von Baumaterial und Unrat freigeräumt. Ein in der Nähe stehender Container soll bis heute abgeholt werden. Ob das Ordnungsamt gegen den Bauunternehmer ein Bußgeld verhängen wird, ist offen.

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