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In ihrem Koalitionsvertrag hatten CDU und Grüne vereinbart, die Mittel für die freie Theaterszene zu erhöhen.

Landtag

Offenes Ohr für die Theater in Hessen

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Der hessische Landtag plant eine Anhörung der Bühnen und ihrer Beschäftigten.

Der hessische Landtag will sich ein Bild über die Lage der Theater und ihrer Beschäftigten machen. Alle Fraktionen außer der AfD haben eine Anhörung zu dem Thema beantragt. Ein Termin dürfte demnächst im Wissenschaftsausschuss des Parlaments vereinbart werden, der auch für Kulturpolitik zuständig ist. Mit der Anhörung reagiert der Landtag auf eine bundesweite Initiative aus der Szene mit dem Titel „Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, der Vorsitzender des SPD-Kulturforums auf Bundesebene ist, hatte sich ebenso wie andere Landtagsabgeordnete mit Theaterschaffenden getroffen.

„Arbeitgeber für Tausende Beschäftigte in Hessen“

Daraus entstand der gemeinsame Antrag der drei Oppositionsfraktionen SPD, FDP und Linke für eine Anhörung. Sie loben Theater als „Orte des Austauschs, der kulturellen Bildung und der kritischen Reflexion“. Außerdem seien die Bühnen, Ensembles und Gastspielgruppen „Arbeitgeber für Tausende Beschäftigte in Hessen“.

Die schwarz-grüne Koalition beantragte daraufhin ebenfalls eine Anhörung. Nach ihrer Ansicht soll es nicht nur um die Lage der Theater gehen, sondern auch um die soziokulturellen Zentren und um „Herausforderungen der kulturellen Bildung“. In ihrem Koalitionsvertrag hatten CDU und Grüne vereinbart, die Mittel für die freie Theaterszene zu erhöhen. In diesem Jahr erhalten diese 1,3 Millionen Euro. Zudem will die Koalition dem Verband der freien Theater eine wichtige Rolle bei der Verteilung des Geldes zubilligen. Ähnlich hat die Landesregierung zuletzt die Unterstützung der Kulturzentren umgestellt und zugleich die Fördersumme verdoppelt.

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