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Die Firmenzentrale von Pluradent in der Offenbacher Kaiserleistraße. 

Offenbach

Offenbacher Dentalgroßhändler Pluradent will sich neu aufstellen

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Offenbacher Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren in Eigenregie bei Pluradent.Niederlassungen sollen geschlossen und Mitarbeiter „in geringem Umfang“ entlassen werden.

Das Amtsgericht Offenbach hat am 1. Mai das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bei Pluradent eröffnet, mit über 800 Mitarbeitern der größte deutsche Dentalhändler in Familienbesitz. Wie das Offenbacher Unternehmen gestern mitteilte, gibt es aktuell erste „vielversprechende Gespräche“ mit mehreren Kaufinteressenten. Es sei geplant, den technischen Service, den Onlinehandel sowie das Projektgeschäft auszubauen und komplette Digitallösungen national umzusetzen.

Es werde Entlassungen in geringem Umfang in der Verwaltung, aber nicht in den operativen Bereichen geben, sagte ein Firmensprecher. Niederlassungen in Bremen, Rostock, Stuttgart und Kempten werden geschlossen.

Nach Unternehmensangaben konnte Pluradent seit Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung am 25. Februar stabilisiert werden. Kunden wie auch Lieferanten würden die Sanierung unterstützen. Die Corona-Krise habe aber auch Pluradent hart getroffen, da der deutsche Dentalmarkt seit Februar um 50 Prozent eingebrochen sei. Im Vergleich zu Wettbewerbern, die umgehend Kurzarbeit angemeldet hätten, seien die Umsätze bei Pluradent deutlich weniger gesunken, erklärte Rechtsanwältin Julia Kappel-Gnirs, die die Eigenverwaltung überwacht.

Zur Pluradent-Gruppe gehört die GLS Logistik in Kassel, die ebenfalls in Eigenverwaltung saniert werden soll. Den Umsatz in Europa gab die Firma mit über 300 Millionen Euro an.

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