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Im Januar 2020 besuchten Ministerpräsident Volker Bouffier (Mitte) und Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir (links) die Leibnizschule in Offenbach.
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Im Januar 2020 besuchten Ministerpräsident Volker Bouffier (Mitte) und Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir (links) die Leibnizschule in Offenbach.

Offenbach

Zwei Millionen Euro für Digitalisierung an Offenbacher Schulen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Stadt bekommt Geld für Tablets und IT-Support. Das W-Lan soll bis 2022 in allen Schulen eingerichtet sein.

Paul Gerhard Weiß (FDP) sagt nicht ohne Stolz in der Stimme: „Wir waren die erste Stadt, die Bewilligungsbescheide bekommen hat.“ Damit meint der Offenbacher Schuldezernent die finanziellen Mittel aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern, um die Digitalisierung an den Schulen voranzutreiben. Doch obwohl die Stadt schnellstmöglich mit Ausschreibungen, Vergaben und Arbeiten begonnen habe, „kam der Digitalpakt für die Pandemie zu spät“.

Gerade für den Wechselunterricht wäre ein funktionierendes WLAN in allen Einrichtungen hilfreich gewesen. Seit einem Jahr sind zwar alle Schulen in Offenbach an das Glasfasernetz angeschlossen, der Einbau des WLAN wird aber nach Weiß’ Schätzungen noch bis Ende 2022 dauern. „Das sind sehr aufwendige Bauarbeiten“, sagt der Stadtrat und verweist darauf, dass in vielen anderen hessischen Städten die Schulen ebenfalls digital aufgerüstet würden. In der Leibniz-Schule mussten alleine 40 Kilometer Leitungen durch teils dicke Altbauwände verlegt sowie neue Stromleitungen gelegt werden.

Bei der digitalen Ausstattung geht es zügiger voran. Zunächst wurden 3000 Tablets an Schülerinnen und Schüler verliehen, die zu Hause kein Gerät hatten oder es sich nicht leisten konnten. Den Bedarf ermittelten die einzelnen Schulen. Die mobilen Endgeräte hat die Stadt zusätzlich mit Schutzhülle und Panzerfolie auf dem Display ausgestattet. Um auch die Lehrkräfte auszustatten, erhielt Offenbach 934 387 Euro, für die in Abstimmung mit dem Schulamt sofort Leihgeräte bestellt wurden. Auch wenn es keine Aufgabe der Kommunen ist, hatten die kommunalen Spitzenverbände dem Land signalisiert, die Anschaffung zu übernehmen, damit es vorangeht.

Die Stadt kann zudem mit einer weiteren Million Euro aus dem Digitalpakt planen, um den verstärkten IT-Support an den Schulen zu organisieren. „Um diesen Support für alle Neuanschaffungen an allen Schulen künftig erbringen zu können, brauchen wir 16 neue Mitarbeiter“, erklärte Weiß. Das Geld reiche dafür noch lange nicht aus. Es müsse eine dauerhafte Finanzierung sichergestellt werden, „denn die Bereitstellung von Lernmitteln, ob analog oder digital, ist ebenfalls Landesaufgabe. Das darf nicht bei den Schulträgern hängenbleiben“, betonte der Schuldezernent. Bis die Stadt hierfür neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen könne, werde das Stadtschulamt versuchen, die Dienstleistungen einzukaufen.

Insgesamt stehen der Stadt Offenbach rund 13 Millionen Euro für alle Bauarbeiten, Anschaffungen und Dienstleistungen zur Verfügung.

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