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Maschenwahn-Inhaberin Ulrike Janssen vor dem Abhol-Schalter für ihre Kundschaft. Renate Hoyer
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Maschenwahn-Inhaberin Ulrike Janssen vor dem Abhol-Schalter für ihre Kundschaft. Renate Hoyer

Einkaufen in Offenbach

Wollgeschäft-Inhaberin ist auf allen Kanälen unterwegs

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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Ulrike Janssen von „Maschenwahn“ in Offenbach inst in der Corona-Krise online aktiv. Die Kunden-Bindung, die sie vor dem Lockdown geschaffen hat, zahlt sich aus.

Brot backen, malen, stricken: Um die Langeweile zu bekämpfen, sind viele Menschen in der Pandemie kreativ geworden. „Ich werde durch den Shutdown wohl mit einem blauen Auge kommen“, sagt Ulrike Janssen, Inhaberin des Wollgeschäfts „Maschenwahn“ in Offenbach. Nicht nur die neu entdeckte Kreativität sorgt dafür, sondern auch ihr Geschäftskonzept. Für sie zahlt sich aus, dass sie schon lange vor Corona auf eine enge Kund:innen-Bindung und auf eine optimale Online-Präsenz gesetzt hat.

Ulrike Janssen berät und betreut ihre Kund:innen auf allen möglichen Kanälen. „Über Whatsapp, Facebook, Instagram, E-Mail und natürlich am Telefon“, erzählt sie. Stricker:innen schicken ihr jetzt im Lockdown Bilder von Pullovern, die sie gern stricken wollen oder bitten um Anregungen für ein neues Projekt. Die Offenbacherin hilft ihnen, die richtige Wolle und den passenden Farbton zu finden. Im ersten Lockdown, als die Geschäfte nur Lieferdienste anbieten konnten, lieferte sie die Wollpakete per Rad oder per Post. Diesmal können sich die Kund:innen ihre Wolle an der Ladentür abholen. Dienstags bis freitags bietet sie von 11 bis 15 Uhr einen Abhol-Service an.

Die Meteorologin, die lange Zeit im Klimaschutz gearbeitet hat, hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Als sie in Chicago auf einer Geschäftsreise war, besuchte sie ein Wollgeschäft. Und sie war beeindruckt, was den Kund:innen dort geboten wurde. Ein großer Tisch stand in der Mitte, der zum Verweilen und zum Gespräch einlud. Das hat Ulrike Janssen auch in ihrem Geschäft verwirklicht.

„Maschenwahn“ ist ein Shop-in-Shop in der Etagerie in der Taunusstraße 1, in der ihre Kollegin Eva Kirchhoff in der Region hergestellte Designprodukte verkauft und Kaffee, Kuchen sowie kleinere Speisen anbietet. Auch hier steht in der Mitte ein großer Tisch, an dem Stricker:innen sich setzen können. Dieser Tisch ist ein wichtiges Element in ihrem Konzept, eine hohe Kund:innen-Bindung zu erzielen. An ihm finden, wenn nicht gerade Pandemie ist, Strick-Kurse statt. Zurzeit kann Ulrike Janssen diese nicht geben. Dafür bietet sie sogenannte Knit-Alongs an, bei denen sie Kund:innen per E-Mail Schritt für Schritt beim Stricken begleitet. „Die Zeit, die ich zurzeit nicht mehr im Geschäft stehe, verwende ich für die Kommunikation“, sagt sie.

Der Lockdown hat ihr zwei Überraschungen gebracht, eine gute und eine schlechte: Ihr Vermieter reduzierte im Frühjahr vorübergehend die Miete. „Das war eine große Hilfe gewesen“, sagt Ulrike Janssen. Schlecht war, dass es bei Wolle und Zubehör überraschend zu Lieferengpässen kam, weil Hersteller:innen nicht produzieren konnten. „Das ist zum Glück aber wieder besser geworden.“

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