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Hat noch nicht den „Seniorenblick“: Emma Gros.
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Hat noch nicht den „Seniorenblick“: Emma Gros.

Offenbach Senioren

„Wollen bekannte Größe werden“

Die neue Seniorenrats-Vorsitzende Emma Gros möchte, dass der Seniorenrat zu einer bekannten Größe in Offenbach wird. Im Gespräch mit der FR äußert sie sich über weitere Wünsche und Ziele.

Die neue Seniorenrats-Vorsitzende Emma Gros möchte, dass der Seniorenrat zu einer bekannten Größe in Offenbach wird. Im Gespräch mit der FR äußert sie sich über weitere Wünsche und Ziele.

Frau Gros, Sie haben doch schon jede Menge Posten. Warum haben Sie das Amt als Seniorenrats-Vorsitzende angenommen?

Ich neige dazu, mich einzumischen und bin eine, die gerne mitredet.

Wie viele Bewerber gab es für dieses Gremium?

Es gab 16 Bewerbungen für den Seniorenrat, aber das Gremium hat nur 15 Mitglieder. Daraufhin hat einer seine Bewerbung freiwillig zurückgezogen und steht nun als Nachrücker zur Verfügung. Deshalb war keine Wahl mehr erforderlich, sondern nur noch eine Berufung. Das hat der Stadt viel Geld gespart.

Inwiefern?

Die Wahl hätte ansonsten öffentlich erfolgen müssen. Alle Offenbacher ab 60 Jahren hätten den Seniorenrat auf einem Wahlzettel im Wahlamt bestimmen müssen. Außerdem hätte es einen mobilen Wahlstand geben müssen für die Menschen, die zwar wahlberechtigt, aber nicht mobil sind.

Beschreiben Sie doch mal Ihre Aufgaben!

Wir sind ein Gremium von 15 Leuten. Ich bin also nicht die, die alles managt; ich bin vielmehr die Erste unter Gleichen. Ich habe nicht die Befürchtung, dass alles auf meinen Schultern lastet. Jeder wird seine Aufgabe haben.

Fühlen Sie sich für Ihren Posten gut gerüstet?

Ich muss zugeben, dass ich noch nicht so den Seniorenblick habe. Es kostet mich eine gewisse Überwindung, zu sagen, dass ich dieser Bevölkerungsgruppe angehöre. So lange ich mobil bin und keine Einschränkung habe, muss man mir den Blick erst mal für die Seniorenarbeit öffnen. Dafür brauche ich den Kontakt mit Menschen, die weniger Möglichkeiten haben, sich durchzusetzen.

Was haben Sie als Vorsitzende in den kommenden fünf Jahren mit dem Seniorenrat vor?

Ich habe meine Vorstellungen, aber ich bin eine Teamplayerin. Ich werde nichts ohne mein Gremium entscheiden. In der nächsten Sitzung am Mittwoch, 8. Januar, im Rathaus beschließen wir unsere Geschäftsordnung, machen die Arbeitsplanung und legen unsere Prioritäten fest. Wir haben von der Stadt ein Budget von jährlich 12 000 Euro bekommen. Damit können wir Experten zu bestimmten Themen einzuladen und Infoveranstaltungen zu Themen durchzuführen, die für Senioren besonders relevant sind.

Gibt es irgendetwas, das Ihnen in Ihrer Funktion besonders am Herzen liegt?

Mein Wunsch ist es, dass wir eine bekannte Größe werden in dieser Stadt und dass uns die älteren Menschen mitteilen, was sie bewegt. Der Seniorenrat muss den Kontakt herstellen zu den unterschiedlichen Einrichtungen für ältere Menschen. Es gibt welche, die brauchen uns, und es gibt welche, die können sich sehr gut selbst vertreten. Das muss man herausfinden.

Was ist Ihrer Meinung nach in Offenbach seniorengerecht, was ist seniorenfeindlich?

Es gibt hier sehr viele Pflegeplätze und Pflegeheime. Wir haben, so meine ich, sogar ein Überangebot. Für ambulante Pflege ist das Angebot aber nicht nur in Offenbach, sondern generell noch ausbaufähig. Schön ist es, dass es an allen Altentagesstätten Haltestellen gibt und dass der Einstieg in die Busse behindertengerecht erfolgen kann. Die Ausdünnung der Buslinien in den Abendstunden ist aber problematisch. Ich habe es hier gut, ich habe Einkaufsmöglichkeiten in Laufnähe. Aber in manchen Wohngegenden gibt es keine Läden mehr.

Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit dem bisherigen Seniorenbeirat aus?

Die Stadtverordneten haben beschlossen, einen Seniorenrat nach der hessischen Gemeindeordnung zu installieren. Damit löst er den bisherigen Seniorenbeirat ab. Ich würde mich freuen, wenn die Mitglieder des bisherigen Seniorenbeirats mit uns zusammen arbeiten.

Interview: Annette Schlegl

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