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Wohin Wähler wandern

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Die Stadt legt dank entsprechender Software erste Analyse einer Wahl vor.

Von VON

Zum ersten Mal gibt es für die Stadt in diesem Jahr eine Analyse über Wählerwanderungen auf kommunaler Ebene. Die Abteilung Statistik und Wahlen konnte diese Arbeit machen, weil sich mehrere Städte zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen haben und die entsprechende Software angeschafft haben. Der aktuelle Statistische Vierteljahresbericht zeigt detailliert die Zusammensetzung der Wählerströme bei der Bundestagswahl in diesem Jahr in Offenbach auf.

Betrachtet man die prozentuale Verteilung der Nichtwähler, die von einer Partei mobilisiert werden konnten, so hat die SPD die Nase vorn und die CDU ist das Schlusslicht. Die absoluten Zahlen jedoch sprechen eine andere Sprache. Hier liegt die Linke vorne, 1 700 Offenbacher, die 2013 nicht zur Wahl gingen, gaben ihre Stimme im Wahljahr 2017 dieser Partei. Die SPD bekam 1 500 und die CDU 1 200 Stimmen. Für die GRÜNEN votierten 1000 Nichtwähler, jeweils 600 für die AfD und die FDP.

Wohin die Wechselwähler wanderten, ist auch bekannt. So verlor die CDU die meisten Stimmen (etwa 2 000) an die AfD. 1 200 ehemalige CDU-Wähler gaben ihre Stimmen der FDP und 1 100 der SPD. Weitere 800 ehemalige CDU-Wähler gingen nicht zur Wahl.

Bei der SPD wurden 2 400 Personen zu Nichtwählern, weitere 900 Stimmen verlor sie an die AfD, 700 an die CDU und 600 an die Linke. Die Grünen verloren die meisten Wähler (900) an die Linke, weitere 600 wählten die FDP und die SPD. An die CDU mussten sie 500 Stimmen abtreten und jeweils 400 Wähler gingen zur AfD und zu dem Nichtwählerbereich über.

Von den ehemaligen Wählern der Linken traten 500 den Gang zur Wahlurne nicht an, jeweils 400 gingen über zur SPD, zu den Grünen und zur AfD und weitere 300 verlor die Partei an die CDU und FDP. Die FDP verlor jeweils 300 Stimmen an die Grünen, die CDU und die SPD.

Von der AfD schließlich wanderten 400 Wähler zur SPD und rund 300 zur CDU und FDP. pz

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