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Die Firma Hyundai breitet sich am Kaiserlei weiter aus.
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Die Firma Hyundai breitet sich am Kaiserlei weiter aus.

Offenbach

Zwischen Trippelschritten und Blitzentwicklungen

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der Abschlussbericht der Wirtschaftsförderung zeigt „konkrete Fortschritte“ für den Wirtschaftsstandort Offenbach - trotz Corona.

Felix Schwenke (SPD) hätte in diesem Jahr gerne ein paar „Konfetti-Pressekonferenzen“ gemacht, wie er sie nennt. Statt immer nur in Videokonferenzen oder Telefonaten positive Meldungen zu verkünden, wäre der Offenbacher Oberbürgermeister vor allem bei An- und Umsiedlungen von Firmen in der Stadt gerne vor Ort gewesen, um ordentlich die Werbetrommel für den Standort Offenbach zu rühren. Zum Beispiel beim Umzug des IT-Dienstleisters Lomosoft mit 50 Arbeitsplätzen an den Kaiserlei. „Das sind Arbeitsplätze, die auch noch in 20 Jahren da sind“, sagte Schwenke bei der Vorstellung des Jahresabschlussberichts der Wirtschaftsförderung.

Trotz der Coronavirus-Pandemie, die in diesem Jahr alles beherrscht hat, und der damit verbundenen wirtschaftlichen Probleme, habe es 2020 „konkrete Fortschritte“ gegeben. Corona habe die Stadt mit entsprechenden Programmen wie dem Konjunktur- und Hilfspaket in Höhe von 3,6 Millionen Euro für die Unternehmen zwar immer auch kurzfristig getrieben, aber „wir haben den Kompass nicht verloren und die langfristige Strukturverbesserung im Blick gehabt“, betonte der OB.

Als Beispiele nannte er die Einrichtung des Expertenrats Wirtschaftsförderung, den Beschluss zum Zukunftskonzept Innenstadt, die Fortsetzung des Designparks auf dem ehemaligen Clariant-Gelände sowie die An- und Umsiedlungen von Unternehmen. 99 Unternehmen wurden neu angesiedelt, 20 Unternehmen mit 2200 Mitarbeiter:innen wurden innerhalb der Stadt umgesiedelt. „Wir haben ein megagroßes Rechenzentrum in die Realisierung gebracht und gleich ein zweites, das schon ans Netz gegangen ist“, sagte Schwenke. Das sei eine Blitzentwicklung gewesen.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Grundstücke

„Der Vorteil in Offenbach ist die Geschwindigkeit. Wir sind in den vergangenen Jahren deutlich schneller geworden“, sagte Jürgen Amberger, der Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Das Tempo liege vor allem an der Baugenehmigungsrunde, die alle zwei Wochen tagt. Dann kommen Stadtverwaltung und die Stadtwerke-Unternehmensgruppe zusammen, um Lösungen für gewerbliche Bauvorhaben zu finden. Ein weiterer Vorteil sei das gute Preis-Leistungs-Verhältnis für Grundstücke, ergänzte Amberger. Zudem stünden rund 600 000 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung – davon befindet sich die Hälfte in städtischem Besitz. „Das ist in der Zukunft ein unvorstellbares Pfund“, sagte Amberger.

Das größte Manko liege in der Kommunikation, die weiter verbessert werden soll. Auch deshalb war Felix Schwenke zum Weltwirtschaftsgipfel nach Davos gereist, um Offenbach für Unternehmen interessant zu machen. Durch Corona, seien aber viele Dinge ausgebremst worden, sagte er. Etwa die Vermarktung der neuen Gewerbeflächen im Kaiserlei, die auf das Jahr 2021 verschoben wurde. „Wir möchten diese Filetstücke unter wirtschaftlich einigermaßen stabilen Rahmenbedingungen auf den Markt bringen“, sagte Schwenke. Deshalb gehe es am Kaiserlei derzeit nur in Trippelschritten nach vorne.

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