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Wiesen unter Wasser

Kuhmühlgraben wird weniger gemäht – das spart Geld und schützt Tiere

Die Pflege des Kuhmühlgrabens wird neu organisiert. Die Böschungen dort werden künftig seltener und zu einem anderen Zeitpunkt gemäht. Das soll Geld sparen und außerdem dem Artenschutz dienen. „Zukünftig werden wir die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes umsetzen und die extensive Pflege von Winter auf Herbst umstellen. Es wird nur noch die Hälfte der Böschungen gemäht, das reduziert auch die Kosten“, fasst Heike Hollerbach, Leiterin des Umweltamts zusammen.

Im Detail bedeutet das, dass künftig die gesetzlich geschützten Röhrichte nur noch abschnittsweise gemäht werden, es verbleiben im Wechsel lange ungemähte Abschnitte. Dadurch wird die Grabenunterhaltung, für die die ESO zuständig ist, günstiger. Insekten wie etwa Schmetterlingspuppen, die in hohlen Röhrichthalmen überwintern, haben dadurch bessere Überlebenschancen. In Zeiten intensiver Niederschläge können die Wiesen auch mal überschwemmt werden, so das Umweltamt, aber das sei ein normaler Vorgang in einem ehemaligen Altmainarm. Ein langsamerer Wasserabfluss in den Main diene auch der Vermeidung von Hochwasser. Die artenreichen Feuchtwiesen des Kuhmühltales – hier leben verschiedene Wiesenvögel, Libellen, Schmetterlinge und Heuschrecken, hier wachsen gelbe Schwertlilie, Blutweiderich und Breitblättriges Knabenkraut – sind auf einen bestimmten Feuchtegrad angewiesen.

Nutzung durch Bauern bleibt

„Die Bewirtschaftung der Wiesen durch die Landwirte soll aber weiter möglich sein. Eine Versauerung der Wiesen durch dauerhafte Vernässung ist keinesfalls erwünscht“, sagt die zuständige Fachreferentin in der Unteren Naturschutzbehörde, Ute Habelt. Amtsleiterin Hollerbach sichert zu, dass die Wirkungen der neuen Vorgehensweise beobachtet werden: „Sofern Probleme beim Wasserabfluss auftreten sollten, kann mit Unterstützung der ESO kurzfristig nachgesteuert werden.“

Durch die Vorverlegung des Mähzeitpunkts in die Monate September und Oktober werden Tiere geschützt. Denn dann sind die Amphibien noch so mobil, dass sie flüchten können, die Vogelbrut aber bereits weitgehend abgeschlossen. Der neue Ansatz zur Pflege von Gräben und Fließgewässern, den das Umweltamt nun am Kuhmühlgraben einführt, soll nach und nach auch an anderen Orten wie etwa dem Hainbach und dem Buchhügelgraben eingeführt werden.

Der Kuhmühlgraben wurde Ende vergangenen Jahres renaturiert. (ust.)

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