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Werben für die Ausbildung

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Von: Petra Zeichner

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Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen steigt. Um Schüler für eine Berufsausbildung zu begeistern, startet die IHK 2018 die Initiative Ausbildungsbotschafter.

Mit 1371 neuen Ausbildungsverträgen erreichte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach Stadt und Kreis im aktuellen Ausbildungsjahr ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (1,8 Prozent). Trotz gestiegener Bewerberzahlen bei der Agentur für Arbeit Offenbach seien die unbesetzten Ausbildungsplätze ebenfalls von 51 in 2016 auf nun 82 gestiegen, teilt die Kammer mit.

IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich: „Es gibt deutlich mehr offene Stellen als unversorgte Bewerber. Inzwischen geben 30 Prozent der Betriebe bei einer IHK-Umfrage an, dass nicht alle angebotenen Plätze besetzt werden konnten.“

Laut der Agentur für Arbeit Offenbach waren im abgelaufenen Berichtsjahr 3154 junge Leute ausbildungssuchend gemeldet, 8,8 Prozent mehr als 2015/16. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ging zurück auf 2048, das sind acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Betriebe suchen laut Giegerich zunehmend eigene Wege wie Bildungsmessen oder Soziale Meiden, um ihre Lehrstellen zu besetzen.

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main hat mehr als 50 Ausbildungsverhältnisse vermitteln können.

Um Schüler für eine Berufsausbildung zu begeistern, startet die IHK 2018 die Initiative Ausbildungsbotschafter. Auszubildende werden geschult und werben dann in den Schulen für die jeweiligen Berufe. Außerdem sollen durch einen digitalen Ausbildungsatlas alle Ausbildungsmöglichkeiten in der Region Offenbach transparent gemacht werden.

Von 150 Teilnehmern an IHK-Berufsorientierungscamps wurden 36 Geflüchtete in Einstiegsqualifizierungen vermittelt, 15 in Praktika, 20 in eine Berufsausbildung und vier in eine Festanstellung. Fünf besuchen weiterführende Schulen oder studieren. 

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