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Das ist zu wenig

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Offenbach braucht dringend Wohnungen. Vor allem preisgünstige. Es ist deshalb erfreulich, dass Frankfurter Wohnungsgesellschaften wie die städtische ABG oder die Nassauische Heimstätte (NH) auch in Offenbach Wohnraum schaffen. Ärgerlich ist aber, dass im neuen Goethequartier und im Vitopia genannten Viertel insgesamt weniger als 25 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen entstehen.

Formal mag das in Ordnung sein. Es zeigt aber, dass Kommunalpolitiker schnell bereit sind, auf Forderungen von Investoren einzugehen. Ein solches Entgegenkommen ist angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht akzeptabel. Zumal Baugrundstücke wie die genannten in so exzellenter Lage nahe der S-Bahn-Station rar sind.

Die Kritik trifft die Politik. Die Wohnungspolitischen Leitlinien für Offenbach enthalten allgemeine Floskeln, aber keine verbindliche Quote. Das führt dazu, dass die Stadt gegenüber Investoren als Bittsteller auftreten muss. Anträge von SPD und Linken, wonach bei größeren Neubauvorhaben 30 Prozent geförderte Mietwohnungen errichtet werden sollen, lehnte die Koalition im Juni 2017 ab. Ein Armutszeugnis.

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