Offenbach

„Weit vorangekommen“

  • Silvia Bielert
    vonSilvia Bielert
    schließen

Oberbprgermeister Schneider lobt sich und die Stadt für die gute Entwicklung Offenbachs. Die hohe Arbeitslosenquote erwähnt er nicht.

Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) sieht die Stadt Offenbach auf dem „langen und steinigen Weg des Strukturwandels [...] weit vorangekommen“. Das teilt er in einer Pressemeldung der Stadt mit. Damit einher ginge auch „eine positive Wende“ in der städtischen Sozialstruktur, wie die „jüngst veröffentlichten“ Zahlen der Arbeitsagentur zum Arbeitsmarkt belegten.

Demnach stieg der Anteil der Beschäftigten zwischen 15 bis 64 Jahren seit 2007 von 37 338 Menschen auf 50 005 im Jahr 2016. Im Juni 2016 habe die Beschäftigungsquote mit 57,8 Prozent über dem Hessenschnitt von 56,8 Prozent gelegen. Auch im Bundesvergleich (57,3 Prozent) schneide Offenbach überdurchschnittlich ab.

Auch die Zahl der SGB-II-Empfänger sei rückläufig, so Schneider. Zugleich sei „die Quote der in Offenbach lebenden berufstätigen Ausländer die höchste in Hessen“. 53,7 Prozent von ihnen seien im Juni 2016 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen. Im Hessenschnitt seien es 45,4 Prozent.

„Das ist eine Bestätigung für die unablässige Arbeit, die so viele Menschen, nicht nur in der Politik und Stadtverwaltung, unternommen haben, um Offenbach voranzubringen“, wird Schneider zitiert, der auch betont, dass die zugrunde liegende städtebauliche Entwicklung unter seiner Ägide forciert worden sei. Neben Maßnahmen im Bildungs- und Sozialbereich seien hier entscheidende Weichen gestellt worden, „die Offenbach für Investoren und Bauherren interessant gemacht haben“. Das locke „mehr einkommensstarke Menschen nach Offenbach“.

Schneider erwähnt in der Pressemeldung nicht, dass Offenbach Ende 2016 mit 9,7 Prozent die hessenweit höchste Arbeitslosenquote hatte. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare