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Nachwuchs bei den Schafen im Waldzoo.
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Nachwuchs bei den Schafen im Waldzoo.

Offenbach

Waldzoo will sich vergrößern

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Einrichtung am „Nassen Dreieck“ platzt durch immer mehr Wildtiere aus allen Nähten. Unterstützung gibt es von den Freien Wählern.

Seit kurzem tapsen mehrere junge Lämmer durch den Waldzoo in Offenbach. Auch im Kaninchengehege sind Jungtiere zur Welt gekommen und zeigen sich den Besucherinnen und Besuchern. Seit etwas längerer Zeit, um genau zu sein seit Sommer vergangenen Jahres, ist der Waldzoo mit der Stadt in Gesprächen, um sich zu vergrößern. „Wir warten noch auf eine Rückmeldung aus den Ämtern“, sagt Leiterin Susanne Meyer. Konkret geht es um die Fläche des Waldstücks zwischen Zoo und Parkplatz. „Wir würden uns verdoppeln.“

Je mehr Platz die 1965 gegründete Institution bekommen kann, desto besser. Rund 350 Tiere werden auf dem 1200 Quadratmeter großen Gelände versorgt. Neben den Haustieren, die sowieso immer im Zoo leben, ist gerade die Zahl der Wildtiere in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Seit 2004 ist die Anzahl der abgebenen Tiere durch Bürger, Feuerwehr und Polizei um 70 Prozent gestiegen“, rechnen die Freien Wähler vor. Die Partei unterstützt das Vorhaben des Zoos, sich zu erweitern. Die am sogenannten Nassen Dreieck stehenden Bäume sollen erhalten bleiben. Da die Fläche außerdem an Wege und Straßen grenze, sei nicht davon auszugehen, dass man Rehen oder Wildschweinen das Wohnzimmer wegnehme. „Natürlich sollte es auch eine Beschilderung an geeigneten Stellen im Stadtgebiet geben. Dass es bislang noch keine Beleuchtung auf dem Zuweg und keine Beschilderung gibt, ist nur schwer zu verstehen“, sagt Vorstandsmitglied Holger Horster

Der waldzoo

Der Waldzoo hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Aktuell können bis zum 18. April zwei Familien beziehungsweise zwei Hausstände einen Termin unter der Telefonnummer: 069852520 für 25 Euro buchen. Pro Slot dürfen maximal fünf Personen aus dem gleichen Hausstand – Kinder unter 14 Jahren aus dem eigenen Hausstand werden nicht mitgezählt - in den Zoo. Masken müssen nur im Kassenbereich getragen werden.

Aktuelle Informationen gibt es auf der Facebook-Seite oder www.waldzoo-offenbach.de.

Das Spendenkonto des Zoos lautet: IBAN: DE09505500200000100773 BIC: HELADEF1OFF Städtische Sparkasse Offenbach am Main. tim

Durch Corona andere Sorgen

In erster Linie geht es bei der Erweiterung darum, Aluvolieren für die Tiere aufzustellen, die nicht dauerhaft im Waldzoo bleiben. „Die müssen wir auch wieder auswildern können“, sagt Meyer. Da einige Tiere manchmal länger als geplant bleiben, kann es schon mal ziemlich eng werden. Ein fertig ausgereiftes Konzept gibt es aber noch nicht. „Durch Corona hatten wir andere Sorgen“, erklärt Meyer. Es ging ums Überleben. Dank vieler Spenden „geht es irgendwie und wir hangeln uns von Monat zu Monat“. Zuletzt wurde die Zeit für Renovierungsarbeiten genutzt, wurden neue Ställe für Kaninchen gebaut und das Wellensittichgehege wurde erneuert. Echte Rücklagen kann der Waldzoo aber nicht bilden, weil der Saisonstart aufgrund der Pandemie nur eingeschränkt stattfinden kann.

Derzeit können sich zwei Familien aus unterschiedlichen Haushalten jeweils eine Stunde im Zoo aufhalten und frei bewegen. Zwischen 10 und 18 Uhr gibt es insgesamt 16 Slots, die man telefonisch buchen kann. Dann wird das Tor abgeschlossen. Falls die Landesregierung die Notbremse ziehen sollte, würde der Waldzoo auf sein Konzept vom Winter zurückgreifen. Damals konnten pro Tag drei Familien den Streichelzoo besuchen – jede für sich allein und für je 90 Minuten. Zwischen den Besuchen wurde das Gelände umfassend desinfiziert. „Wir hoffen natürlich, dass wir bald wieder regulär öffnen können“, sagt Meyer. Wann das möglich sein wird, ist offen.

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