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Tuna Firat (SPD) schafft es knapp nicht, Wolfgang Strengmann-Kuhn über die Landesliste.
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Tuna Firat (SPD) schafft es knapp nicht, Wolfgang Strengmann-Kuhn über die Landesliste.

Bundestagswahl

Wahlkreis Offenbach: SPD erstmals seit 1998 vorne

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die CDU verliert deutlich im Wahlkreis 185, stellt aber mit Björn Simon wohl den Direktkandidaten.Bundestagswahl 2021, Zweitstimmen in %

Die rund 40 Versammelten bei der Wahlparty der Stadt Offenbach im Bürgerbüro blickten am Sonntag ganz verdutzt auf den Bildschirm. Die Linken? Die meisten Stimmen? Nach der Auszählung der ersten drei Wahllokale gegen 18 Uhr in der Stadt lagen tatsächlich die Linken ganz vorne. Wenn das Wort Momentaufnahme einmal perfekt zutrifft, dann da. Denn im Laufe des Abends ruckelten sich die Zahlen zurecht.

Im Wahlkreis 185 setzte sich zum ersten Mal seit 1998 die SPD vor der CDU durch. Nach 312 von 331 ausgezählten Wahlkreisen lag die SPD bei 24,9 Prozent, die CDU bei 22,5. Die Grünen kamen auf 17,0, die FDP auf 13,3, die AfD 8,0 und die Linke auf 5,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,2 Prozent. Das Duell um das Direktmandat lief deutlich spannender als 2017. Damals setzte sich CDU-Kandidat Björn Simon aus Obertshausen mit 11,5 Prozent vor Tuna Firat (SPD) aus Dietzenbach durch. Nach 316 ausgezählten Wahlkreisen lag Simon mit 27,5 Prozent vor Firat (26,5). Rund 1500 Stimmen Unterschied bei noch 15 offenen Wahlkreisen.

Wie erwartet gab es große Unterschiede im Wahlkreis der die Stadt Offenbach, Dietzenbach, Dreieich, Egelsbach, Heusenstamm, Langen, Mühlheim, Neu-Isenburg, Obertshausen umfasst. Firat lag zwar in Offenbach klar, in Dietzenbach und Egelsbach knapp vorne. In den anderen Kreisen setzen sich Simon teilweise ziemlich deutlich vor Firat durch. Der SPD-Mann lag zunächst vorne, doch je mehr Kreise außerhalb der Stadt Offenbach mit der Zeit ins Ergebnis einflossen, desto deutlicher verschob es sich zugunsten des CDU-Mannes, der zum zweiten Mal in den Bundestag einziehen würde. „Wir haben uns sehr darum bemüht, unseren Direktkandidaten durchzubekommen“, sagte der Offenbacher CDU-Vorsitzende Andreas Bruszyinski. Auf das Zweitstimmen-Ergebnis habe man wenig Einfluss gehabt.

Der SPD-Vorsitzende Christian Grünewald war „recht zufrieden“ mit dem Ergebnis in der Stadt Offenbach. „Wir sind zum ersten Mal wieder seit 2005 stärkste Kraft“, freute er sich. Bisher war es die CDU. Das lag aus seiner Sicht daran, dass die SPD mit ihren Themen zu den Menschen durchgedrungen sei: gute Arbeit und ein guter Mindestlohn, bezahlbares Wohnen und der sozial-ökonomische Wandel mit dem Umbau der Wirtschaft, den man auch in Offenbach habe.

Der Grünen-Direktkandidat Wolfgang Strengmann-Kuhn war mit den fast sechs Prozent mehr für seine Partei im Wahlkreis 185 zufrieden. Der 57-Jährige sitzt seit 2008 im Bundestag und präferiert eine Ampel-Koalition. „Es kommt jetzt auf FDP und Grüne an und das wir gemeinsame Projekte finden und auch, eine große Koalition zu vermeiden“, betonte Strengmann-Kuhn.

Björn Simon, 40 Jahre alt, zieht wohl nach 2017 wieder in den Bundestag.
Tuna Firat (SPD) schafft es knapp nicht, Wolfgang Strengmann-Kuhn über die Landesliste. boeckheler
Björn Simon,

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