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In der Mainstraße ist die Stickoxid-Belastung besonders hoch.
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In der Mainstraße ist die Stickoxid-Belastung besonders hoch.

Offenbach

Vorerst kein Fahrverbot

  • VonDiana Unkart
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Die Stadt sucht nach Möglichkeiten, die Belastung mit Stickoxiden zu reduzieren. Die Wirtschaft fordert eine bessere Vernetzung von öffentlichem und Individualverkehr.

Nach dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichtes zu Dieselfahrverboten schließt Offenbachs Umweltdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) Fahrverbote vorerst aus. Gleichzeitig kündigt er zusätzliche Vorkehrungen zur Luftreinhaltung an. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) präsentiert dazu Vorschläge. Ziel von Stadt und Wirtschaft ist es, die Grenzwerte für Stickoxide zu unterschreiten.

Nach Angaben der Stadt gibt es die höchsten Stickoxidbelastungen in der Mainstraße und der Unteren Grenzstraße. „Nach der Entscheidung muss nun der Luftreinhalteplan Offenbach vom Umweltministerium in Wiesbaden fortgeschrieben werden.“

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Mai 2010 die Vorschläge der Stadt zur Reduzierung der Luftbelastung beschlossen. „In dem Maßnahmenkatalog standen unter anderem die Einführung der Umweltzone, Temporeduzierungen auf Hauptverkehrsstraßen, ein Lkw-Durchfahrtsverbot, die Ausweitung des Radverkehrs, der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und der Elektromobilität.“ Die Tempo-Reduzierung auf Hauptverkehrsstraßen müsse nun geprüft werden. Der Pilotversuch in der Bieberer Straße laufe bereits seit fast einem Jahr, die Auswertung werde dem Umweltministerium in Wiesbaden vorgelegt.

Mehr Fuß- und Radwege

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach, Markus Weinbrenner, sagt, sinnvoller als Restriktionen sei es, Anreize zur Verhaltensänderung zu setzen und bestehende Verkehrsinstrumente zu optimieren.

Erstes Mittel der Wahl sei in Offenbach dafür zu sorgen, dass der Verkehr besser fließe. Das könne etwa durch optimierte Ampelschaltungen und Um-Markierungen im Bereich von Kreuzungen geschehen. Ein weitere wichtiger Schritt sei ein besseres Parkraummanagement, um Parksuchverkehr zu minimieren. Die Verkehrsverlagerung hin zum ÖPNV und zu Fahrrad- und Fußverkehr könne mit attraktiven Verbindungen und Preisen oder durch Ausweisen von Fahrrad- und Fußwegen erreicht werden. Dies werde in Offenbach angegangen.

Zudem müssten die Verkehrsträger noch besser miteinander vernetzt werden. „Der Pendler darf nicht vor der Wahl stehen, entweder fahre ich mit dem Auto oder mit dem ÖPNV.“ Er müsse die Möglichkeit haben, beides miteinander zu verbinden. Langfristig müsse die Mobilität in den Städten durch vorausschauende Raumplanung und Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur nachhaltig geplant und gestaltet werden. diu

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