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Die Großplakate der Parteien vor der Kommunalwahl am Taunusring in Offenbach.
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Die Großplakate der Parteien vor der Kommunalwahl am Taunusring in Offenbach.

Offenbach

Verschiedene Strategien vor der Kommunalwahl

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Offenbacher Grünen setzen auf Wahlkampf ohne Präsenz, andere Parteien machen Infostände auf den großen Plätzen. Bereits 18 000 der Wahlberechtigten haben die Briefwahl beantragt.

Wolfgang Malik ist ein „alter Straßenkämpfer“. Dem Vorstandssprecher der Grünen in Offenbach tut es in der Seele weh, dass er die Leute nicht persönlich ansprechen kann aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Da es sehr viele Menschen gibt, die auch in diesen Zeiten keine Nähe wollen, „haben wir andere Wege gesucht“, erklärt Malik.

Stattdessen setzen die Grünen auf digitale Veranstaltungen, soziale Netzwerke, kontaktlose Infostände und Aktionen vor der Kommunalwahl am 14. März. „Ich stand bei minus zehn Grad an der Carl-Ulrich-Brücke und habe Plakate hochgehalten“, sagt Tobias Dondelinger, Co-Spitzenkandidat. Außerdem sind drei Fahrräder unterwegs, an denen Botschaften hängen, es werden Postkarten in Einkaufswagen „verloren“ und es gibt eine sogenannte Bodenzeitung, bei der Plakate auf dem Boden festgeklebt werden. „Das regt die Leute zum Denken an“, findet Dondelinger. Das Infomaterial wird mitgenommen und die Leute gehen gut mit dem Stand um.“

Vorstandssprecherin Birgit Simon ist erstaunt, wie viele ältere Leute an den Online-Veranstaltungen teilnehmen. „Wir glauben schon, auch viele Menschen ansprechen zu können, die sonst nicht zu unseren Veranstaltungen gekommen wären“, sagt Simon. So seien auch Eltern, die abends nicht an einer Präsenzveranstaltung teilnehmen könnten, online über Zoom oder Facebook dabei,

„Wir wollen Präsenz zeigen, aber nicht als Personen präsent sein“ erklärt Dondelinger die Strategie der Grünen. Zwar habe es ihm etwas wehgetan, als er auf dem Wochenmarkt am Wilhelmsplatz die Stände der anderen Parteien gesehen hat, aber auch so würde er von vielen Menschen auf das Programm der Grünen angesprochen. „Und die anderen Parteien diskutieren auch bei unseren Veranstaltungen auf Facebook mit“, hat Simon festgestellt.

Auch die Offenbacher SPD hat eigene Online-Veranstaltungen, vor allem auf Instagram. Die anderen Parteien haben sich weitestgehend auf Einladungen von Organisationen wie dem DGB oder kürzlich der Bürgerinitiative Luftverkehr (BIL) Offenbach beschränkt. „Wir sind damit ganz gut ausgelastet“, erklärt Roland Walter, Spitzenkandidat der CDU. Schließlich müsse man sich darauf auch entsprechend vorbereiten. Ansonsten haben alle Parteien Infostände auf dem Wilhelmsplatz, dem Aliceplatz in der Frankfurter Straße und vereinzelt in den Stadtteilen.

Derweil haben bereits – Stand Dienstag – 18 051 der rund 95 500 Wähler:innen die Briefwahl beantragt. Das sind fast doppelt so viele wie bei der Wahl vor fünf Jahren.

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