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Verein warnt vor Ghettobildung

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Von: Christoph Manus

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„Mein Nieder-Roden“ wirbt für Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen

Dass auf drei Flächen im Süden Rodgaus große Flüchtlingsunterkünfte entstehen sollen, stößt auf Kritik des Vereins „Mein Nieder-Roden“. Nach dessen Ansicht wäre es besser, bestehenden Wohnraum zu nutzen. „Rodgau hat einige Leerstände, in privatem oder gewerblichem Besitz, die mit mäßigem Zeit- und Kostenaufwand bereitgestellt werden könnten“, schreibt die Vereinsvorsitzende Stephanie Blum. Sie appelliert an jeden, der geeignete Räume kennt oder besitzt, sich beim Verein zu melden.

Erst jüngst habe der Geschäftsführer des hessischen Flüchtlingsrats klargestellt, dass Gemeinschaftsunterkünfte, zum Beispiel in Containern, keine menschenwürdige Unterbringung darstellten, begründet der Verein seinen Aufruf. „Mit den Containern schaffen wir unsere Ghettos selber“, habe dieser in der Hessenschau gewarnt.

Kreis freut sich über Angebote

„Gerade um Ghettoisierung zu vermeiden, setzt der Kreis auf einen Mix von Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünften, die im Schnitt 60 Menschen aufnehmen sollten“, teilt Kreis-Sozialdezernent Carsten Müller (SPD) mit. Der Kreis freue sich über jedes Wohnungsangebot, das für Flüchtlinge gemacht wird. Denn das Ziel sei es, Flüchtlinge die schon eine Zeit im Land sind, in Wohnungen zu vermitteln.

Der Rodgauer Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) hält es für eine „großartige Idee“, um leerstehenden Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge zu werben. Gemeinschaftsunterkünfte seien aber nötig, um die Begleitung und Betreuung der Asylbewerber zu gewährleisten, deren Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt ist, teilt Hoffmann mit.

Kontakt zum Verein per E-Mail an mein-nieder-roden@online.de. www.mein-nieder-roden.de

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