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Unterstützung fehlt

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Von: Diana Unkart

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Alternative Wohnprojekte sind in der Stadt bislang gescheitert.

Das generationenübergreifende Wohnprojekt „Lebenszeiten“ in der Offenbacher Weikertsblochstraße 58 feiert bald zehnten Geburtstag – für die Bewohner Anlass, sich mit einem Appell an die Politiker zu wenden, denn trotz aller Beteuerungen sei es bislang beim Pilotprojekt geblieben.

„Der heutige Mangel an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum in der immer größer werdenden Stadt lässt die Versäumnisse der Vergangenheit deutlich werden“, schreibt Bewohner Jürgen Platt.

Wohninitiativen seien in dieser Zeit kläglich gescheitert, auch weil es zu wenig Unterstützung seitens der Verantwortlichen gegeben habe. Dabei stünde nicht die Forderung nach Geld im Vordergrund. „Hilfen bei der Suche nach Grundstücken oder bereits bestehenden Gebäuden, bei der Gründung von Genossenschaften oder bei der Planung sind gefragt.“

Nun habe auch das Land die Vorteile von gemeinschaftlichen Wohnformen erkannt und wolle alternatives Wohnen stärken. 2018 soll es das „Kommunale Investitionsprogramm III“ geben, mit dem den Kommunen 257 Millionen Euro bis 2020 zur Verfügung gestellt werden. Unter anderem soll der Bau von Sozialwohnungen stärker gefördert werden. Mögliche Zuschüsse sollen von 10 auf 25 Prozent erhöht werden.

Die Bewohner hoffen nun, dass sich die Stadt Offenbach um diese Zuschüsse bemüht und vor allem alternative Wohnprojekte fördert.

„Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen in der Stadt Offenbach: Schaffen Sie mit Hilfe der bestehenden Wohnungsbaugesellschaften, neuer Baugenossenschaften oder privater Bauherren bezahlbaren Wohnraum“, heißt es in dem Schreiben abschließend. diu

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