In und um Offenbach sollen noch mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit fahren können.
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In und um Offenbach sollen noch mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit fahren können.

Stadt und Kreis Offenbach

Umstieg auf das Rad

  • Fabian Scheuermann
    vonFabian Scheuermann
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Die Industrie- und Handelskammer berät Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach in Sachen Mobilität. Mehr Mitarbeiter sollen mit dem Rad zur Arbeit kommen können.

Der Deutsche Wetterdienst im Offenbacher Westend ist mit vier Duschen ausgestattet, in denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Rad kommen, vor Arbeitsbeginn frisch machen können. Klingt gut – doch sind vier Duschen immer noch zu wenig. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach im Rahmen ihrer Mobilitätsberatung herausgefunden. Auch die vielen Fahrradabstellplätze beim Wetterdienst reichen nicht aus. Die Erkenntnisse kann die Behörde nun nutzen, um sich in puncto Mobilität noch besser aufzustellen – aus vier Duschen werden bald acht.

Seit November bietet die IHK Offenbach solche kostenlosen Mobilitätsberatungen an. „Wir wollen individuelle Lösungen für die Unternehmen finden“, sagte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller bei der Vorstellung des Jahresberichts am Mittwoch. Wer wie der Deutsche Wetterdienst sehr gut abschneidet, erhält von der IHK das Zertifikat „Vorbildlich Mobil“.

Das neue Angebot ist ein weiterer Versuch, um im „Kampf um Fachkräfte“ die Oberhand zu gewinnen, wie Schoder-Steinmüller sagt. Denn es seien vermehrt auch vermeintlich „weiche“ Faktoren wie die Erreichbarkeit einer Firma mit dem Verkehrsmittel der Wahl, die Arbeitnehmern wichtig seien. In diesem Zusammenhang plädiert die IHK mit ihren in Stadt und Kreis 39 329 Mitgliedern auch für den Bau der Regionaltangente West sowie einer Südtangente von Aschaffenburg über Offenbach bis nach Mainz und Wiesbaden – bei Umgehung des Nadelöhrs Frankfurter City-Tunnel.

Drei weitere Projekte stößt die IHK im neuen Jahr an: So soll ein digitaler Atlas mit offenen Ausbildungsstellen geschaffen werden. Außerdem ist eine „Nacht der Ausbildung“ im März geplant. Als weiteres Projekt im Rahmen der Berufsorientierung will die IHK im kommenden Jahr 100 sogenannte Ausbildungsbotschafter schulen – Auszubildende, die ihre jeweiligen Berufe in Schulen vorstellen. Zwölf solcher „Schuleinsätze“ sind geplant – eine erste solche Veranstaltung gab es im November im Friedrich-Ebert-Gymnasium in Mühlheim.

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