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Andy Rossellit ist mit Elan in den Beruf gestartet.
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Andy Rossellit ist mit Elan in den Beruf gestartet.

Offenbach Zeitarbeit

Der Türöffner

  • VonJörg Echtler
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Andy Rossellit arbeitet bei der Zeitarbeitsfirma One Personal Management. Er attestiert seiner Branche ein "Imageproblem" - und bricht eine Lanze für die Zeitarbeit.

Seine Branche hat nicht den besten Ruf. Das weiß Andy Rossellit. „Wir haben ein Imageproblem“, sagt der 31-Jährige. Er arbeitet bei der Zeitarbeitsfirma One Personal Management. Die Räume im ersten Stock an der Domstraße sind hell. Glastüren und Fenster öffnen viele Perspektiven.

Ähnlich facettenreich sieht Rossellit auch seinen Beruf, der ihm Spaß macht und Erfolg bringt: Jüngst schloss er die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann als Landesbester ab und stieg in der Firma zum Abteilungsleiter auf. So geradlinig lief es freilich nicht immer. Der gebürtige Mainzer, der in Dietzenbach aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, begann nach dem Abitur ein Jurastudium. Der Abschluss aber misslang ihm. „Ich bin zweimal beim ersten Staatsexamen durchgefallen“, erzählt Rossellit. „Das war ein großer Bruch in meiner Biografie.“

Der junge Mann ist gezwungen, sich neu zu orientieren. 2009, inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise, ein nicht ganz leichtes Unterfangen. „Angesichts der Flaute war es schwer, irgendwo unterzukommen.“ Rossellit geriet ins Nachdenken. „Warum nicht eine Ausbildung machen, fragte ich mich.“ Wer eine Berufsausbildung beginnt, ist allerdings meist deutlich jünger. Bei One Personal hatte Rossellit Glück. „Die suchten jemanden, der schon etwas gemacht und Berufserfahrung gesammelt hat.“

„Zeitarbeit bietet Perspektive“

Damit konnte er dienen: Als Schüler und Student hat Andy Rossellit immer nebenbei gearbeitet. Bei Rewe verbuchte er Wareneingänge, er war Betreuuer beim medizinisch-psychologischen Institut des TÜV. Dort hat er Verwaltungsaufgaben erledigt, hielt aber auch Info-Vorträge für Betroffene des „Idiotentests“. Dort habe er viel gelernt, „vor allem, Menschen einschätzen zu können“. Während der Ausbildung kam Rossellit das zunutze. Denn auch dort ging es darum, Jobbewerber richtig zu beurteilen, sie ihren Möglichkeiten entsprechend einzusetzen und zu motivieren. One Personal hat sich auf die Vermittlung von Hilfskräften spezialisiert. „Oft sind das Menschen, die weder Schulabschluss noch Ausbildung haben und lange arbeitslos waren“, sagt Andy Rossellit.

Die Zeitarbeit, ist er überzeugt, biete ihnen eine Perspektive. „Wir sind der Türöffner bei den Firmen und coachen sie intensiv.“ Zurzeit beschäftige One Personal rund 300 externe Mitarbeiter, die im Schnitt fast eineinhalb Jahre beim Unternehmen bleiben. In den letzten drei Monaten habe es aber auch 15 Übernahmen durch die Kunden gegeben.

Auch, dass sich Rossellit im Studium auf Arbeitsrecht spezialisierte, zahlte sich bei seiner Ausbildung aus. Neben Kenntnissen in Vertrieb und Marketing, in Personalführung und Motivation vermittelte die auch Grundzüge der Buchhaltung, der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Mit seinem Profil habe er gute Vorraussetzungen, später auch einmal als Referent in der Personalabteilung eines Unternehmens arbeiten zu können. Momentan macht ihm der Job bei One Personal freilich viel Spaß, auch wenn er inzwischen eher interne Aufgaben wahrnimmt. „Ich weiß oft nicht, was mich am nächsten Tag erwartet, und das ist spannend.“

In der Freizeit versucht sich Andy Rossellit, der in Heusenstamm lebt, durch Sport fit zu halten – etwa durch regelmäßiges Squash-Spiel mit seinem Bruder. Er verbringt viel Zeit mit seiner Familie. „Und wenn ich für mich bin, brauche ich nicht viel Action. Da reicht mir ein Buch.“

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