Viele Besucher nutzten gestern den verkaufsoffenen Sonntag, hier in der Frankfurter Straße.
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Viele Besucher nutzten gestern den verkaufsoffenen Sonntag, hier in der Frankfurter Straße.

Offenbach

Trubel auf der Frankfurter Straße

  • vonFrank Sommer
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Tausende Besucher der 22. Offenbacher Woche mit verkaufsoffenem Sonntag / Stadtradeln feiert zehnjähriges Bestehen

Die Spider Murphy Gang sorgte für gute Stimmung vor dem Rathaus, die Radler starteten ihre Klimaschutzaktion, und der Einzelhandel öffnete am Sonntag seine Türen: Mit vielen Aktionen ist am Wochenende die 22. Offenbacher Woche gefeiert worden.

Noch bis zum heutigen Montag reicht das Konzertprogramm. „Wegen des Feiertags am Donnerstag haben wir das Fest um einen Tag verschoben“, sagt Klaus Kohlweyer, Vize beim Gewerbeverein Treffpunkt Offenbach. An vier Tagen müsste aber gefeiert werden, da es sonst schwer sei, Beschicker für die Buden in der Frankfurter Straße und vor dem Rathaus zu finden.

Der Samstag stand im Zeichen der Aktion Stadtradeln und des Auftritts einer legendären Münchner Band. Doch bevor es „Skandal im Sperrbezirk“ hieß, galt es, das zehnjährige Bestehen der Aktion Stadtradeln zu feiern. Mit 20 Radlern eröffnete Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber (SPD) auf der Frankfurter Straße die diesjährige Klimaschutzaktion.

33 Teams und 325 Radler hätten sich bisher angemeldet, sagte Umweltamts-Chefin Heike Hollerbach, was Färber sofort augenzwinkernd korrigiert. „326 Radler – ich melde mich gleich auch noch an und schreibe die nächsten Wochen meine zurückgelegten Kilometer auf“, sagte Färber.

Einer, der seit zehn Jahren regelmäßig mitfährt und Kilometer aufschreibt, ist Detlev Dieckhöfer vom ADFC. „Was heute nur noch die wenigsten wissen: Vor zehn Jahren durften nur Stadtverordnete ein Team bilden“, sagt er. Die Anfänge seien eher klein gewesen, erst als vor sieben Jahren eingeführt wurde, dass jeder Offenbacher ein Team gründen kann, verzeichne die Aktion deutlich mehr Zulauf. „Der Vater eines Kollegen fährt seit Jahren beim Team vom Seniorentreff Lauterborn mit – da haben wir gesagt, dieses Mal machen wir auch mit“, sagen Katrin und Norbert Weimann. Da beide an der Eröffnung teilnehmen, bekommen sie von Hollerbach auch eigens T-Shirts zum Start. „Die sind exklusiv nur für die Leute, die beim Anradeln dabei sind“, sagt sie.

Gedränge vor der Bühne

Vor der Bühne am Rathaus herrschte am Abend dann Gedränge, rund 4000 Besucher wollten den Auftritt der Spider Murphy Gang verfolgen. „Wir werden auch weiterhin auf die Mischung aus kostenlosen Konzerten und Aktionen der Einzelhändler setzen“, sagt Kohlweyer.

Dichtes Gedränge dann auch am verkaufsoffenen Sonntag auf der Frankfurter Straße, auch wenn es viele Besucher in die klimatisierten Räume der großen Kaufhäuser zieht. „Am Freitag lag der Umsatz über Vorjahresniveau, Samstag und Sonntag sind mit dem des Vorjahres vergleichbar“, sagt Stefan Becker, Geschäftsführer des Modehauses M.   Schneider und Vorsitzender von Treffpunkt Offenbach. Auch gegenüber im Kaufhaus Galeria Kaufhof zeigt sich Geschäftsführer Mustafa Abay zufrieden mit dem Ergebnis. „Vor allem unsere zweite Etage ist aus allen Nähten geplatzt: Bei dem Wetter fällt halt den Männern ein, dass sie kurze Hosen brauchen“, sagt er und lacht. Die kurzen Hosen seien der Verkaufsschlager des Tages.

Übereinstimmend berichten Abay und Becker, dass durch die Offenbacher Woche andere Kunden in die Stadt gekommen seien. „Daher ist das Fest auch für den Offenbacher Handel so wichtig“, sagt Becker. „Da haben wir die Möglichkeit, unser Offenbacher Angebot denen zu zeigen, die sonst nicht hier einkaufen würden.“

Während verkaufsoffene Sonntage in anderen Städten der Region öfter die Gerichte beschäftigen, sieht Becker die Situation gelassen. „Es ist ein etabliertes Fest, da sehe ich auch künftig keine Probleme.“

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