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Einzelne Akten muss Andreas Hummel nicht kontrollieren, aber ob alle umgezogen sind.
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Einzelne Akten muss Andreas Hummel nicht kontrollieren, aber ob alle umgezogen sind.

Umzug Jobcenter Mainarbeit

Tetris für Große

  • Martin Brust
    VonMartin Brust
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Mainarbeit-Umzugsmanager Andreas Hummel hat monatelang Flächen verschoben. Nun steht der Umzug des Jobcenters Mainarbeit kurz bevor.

Mainarbeit-Umzugsmanager Andreas Hummel hat monatelang Flächen verschoben. Nun steht der Umzug des Jobcenters Mainarbeit kurz bevor.

Wenn der Umzug des kommunalen Jobcenters Mainarbeit am 4. Februar startet, endet für Andreas Hummel der schwierigste Teil dieses Umzugs. Denn seine Aufgabe ist es, den Umzug zu planen und zu koordinieren und auch wenn die Umzugstage sicher stressig werden und er mit Überstunden rechnet: Seine Hauptarbeit ist dann erledigt.

Zig Besprechungen und Telefonate haben diesen Hauptteil ausgemacht, in Hummels Büro manifestiert er sich in vielen Checklisten und Plänen mit bunten Markierungen, die an der Türe hängen oder in Ordnern abgeheftet sind. Dass die eigentliche Umzugsarbeit lange vor dem Anrücken der Möbelwagen geschieht, liegt daran, dass der Umzug von 230 Arbeitsplätzen nur sehr entfernt Ähnlichkeit hat mit dem einer Vier-Zimmer-Wohnung. Alleine die Akten nehmen zwei bis drei Kilometern Regalfläche ein.

Kürzere Wege

„Das Sofa mal in dieser Ecke ausprobieren, mal in der anderen, darauf läuft es beim privaten Umzug hinaus“, sagt Hummel. „So funktioniert das bei uns nicht.“

Bereits im Spätsommer 2010 ist der Grundsatzbeschluss für einen neuen Standort gefallen. Das Jobcenter war über mehrere Dependancen in der Stadt verteilt, das von der benachbarten Arbeitsagentur gemietete Hauptgebäude in der Domstraße ist in schlechtem Zustand, technisch veraltet und zu eng. Das hat auch zu ineffizienten Abläufen geführt, unter denen Mitarbeiter und Kunden gelitten haben.

„Im neuen Gebäude werden die Postwege kürzer sein und wir werden mehr Platz für Beratung und für Warteräume haben“, so Hummel. Seit rund eineinhalb Jahren plant er dafür bereits, mit Unterstützung des Architekten und des Immobilieneigentümers.

Bestechungsversuche

„Das ist ein bisschen wie Tetris für Große“, sagt Hummel lachend, als er versucht zu beschreiben, wie er Teams und Bereiche verteilt. Bestechungsversuche für Fensterplätze oder Einzelbüros habe es keine gegeben, aber Spannungen zwischen den Teams schon.

Bis kurz vor Weihnachten 2012 hat er an der Platzaufteilung gesessen, Elternzeit oder andere Anlässe machten bis zuletzt Änderungen nötig. Immerhin musste Hummel nur die Teams verteilen, die dann ihre Platzaufteilung unter sich ausmachten.

Wechselnde Arbeitsplätze

Nun dauert es keine Woche mehr, bis die Ersten umziehen. Auf Hummels Schreibtisch liegen Hinweisschilder und Aufkleber, Etagenwegweiser und Türschilder sind vorbereitet. An jedem Umzugstag innerhalb der zweiwöchigen Phase wechseln zwischen 40 und 50 Mitarbeiter den Arbeitsplatz. Sie müssen ihre Akten in Rollcontainer packen – so bleibt der Zugriff gewährleistet – und Mobiliar sowie gepackte Kisten mit Aufklebern versehen, damit die Umzugsfirma alles an den richtigen Platz schafft.

Und wenn etwas verloren geht? „Dafür kommt die Versicherung des Transporteurs auf“, erklärt Hummel. Er hat 2011 bereits den Umzug der Dependancen ins neue Gebäude gemanagt, danach wurde nur eine einzige Kiste vermisst. „Und die hat der Mitarbeiter dann nach zwei Tagen zwischen den anderen Kisten wiedergefunden.“

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