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Terrorverdächtiger Franco A. an S-Bahn-Station festgenommen

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Von: Luisa Weckesser

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Der Angeklagte Franco A. sitzt im Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt. Kürzlich wurde er in Offenbach erneut festgenommen. (Archivbild)
Der Angeklagte Franco A. sitzt im Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt. Kürzlich wurde er in Offenbach erneut festgenommen. (Archivfoto) © Thomas Lohnes/dpa

Der derzeit vor Gericht stehende Oberleutnant Franco A. wird an einer S-Bahnstation in Offenbach festgenommen. Die genauen Hintergründe sind unklar.

Offenbach – Franco A. ist am Freitagabend (11.02.2022) abermals in Offenbach festgenommen worden. Wie ein Polizeisprecher am Samstag auf Anfrage der FAZ bestätigte, hat es im Zusammenhang mit dem unter Terrorverdacht stehenden Oberleutnant der Bundeswehr am späten Freitagabend an der S-Bahnstation „Ledermuseum“ einen Polizeieinsatz gegeben.

Hintergründe nannte der Sprecher laut Informationen der FAZ nicht. Der offizielle Grund der Festnahme soll sein, dass er in der Station „auffällig“ geworden war. Mittlerweile befindet sich Franco A. wieder auf freien Fuß. Die Beamten hatten ihn bei dem Einsatz vorerst festgenommen, Haftgründe habe es aber nicht gegeben.

Laut Medienberichten soll sich Franco A. seiner vorläufigen Festnahme massiv widersetzt haben. Offenbar gab es „eine lautstarke und handgreifliche Auseinandersetzung“ zwischen ihm und der Polizei.

Franco A. wird an einer S-Bahnstation festgenommen: Er steht derzeit zusätzlich vor Gericht

Franco A. muss sich derzeit in einem Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten*, die Bundesanwaltschaft legt ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat* zur Last. Er soll Anschläge auf Politiker geplant haben.

Um jedoch nicht erkannt zu werden, wollte der Offenbacher bewusst eine falsche Identität nutzen, um die Taten zu begehen. Der Anklageschrift zufolge wollte er sich als syrischer Flüchtling tarnen.

Aus Sicht der Ankläger, soll A. bewusst diese Identität genutzt haben, um den Verdacht nach einem Anschlag auf Flüchtlinge zu richten und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern. Die Bundesanwaltschaft sieht zudem eine völkisch-nationalistische Haltung als Motiv. Franco A. bestreitet die Vorwürfe größtenteils. Er gibt jedoch zu, mehrere Waffen besessen und unter anderem an seinem Dienstort aufbewahrt zu haben. (Luisa Weckesser mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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