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Seit 1996 hält die Straßenbahnlinie 16 an der Stadtgrenze Offenbach, fährt aber nicht mehr rein.
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Seit 1996 hält die Straßenbahnlinie 16 an der Stadtgrenze Offenbach, fährt aber nicht mehr rein.

Offenbach

Straßenbahn bis nach Bürgel?

Frankfurt, Offenbach und der RMV haben eine Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Linie 16 in Auftrag gegeben. Es sollen mehrere Varianten geprüft werden.

Seit nunmehr 25 Jahren fährt keine Straßenbahn mehr durch Offenbach. Das könnte sich in der Zukunft ändern. „Ich habe die Rücknahme der Linie 16 von der Offenbacher Innenstadt zur Stadtgrenze immer für einen Fehler gehalten“, sagte der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Deshalb haben die Städte Frankfurt und Offenbach mit dem Rhein-Main-Verkehrs-Verbund (RMV) eine Machbarkeitsstudie für die Wiedereinführung der Straßenbahn in Offenbach und deren Einbindung in das Frankfurter Straßenbahnnetz verabredet. Die Kosten betragen 140 000 Euro, die sich die Partner zu je einem Drittel teilen.

Dabei sollen mehrere Varianten geprüft werden. Möglich ist eine Ringverbindung Fechenheim über Offenbach Innenstadt bis nach Oberrad. Bereits im Rahmen des Frankfurter Gesamtverkehrsplanes wird die Möglichkeit untersucht, die bestehende Linie 12 – künftig die Straßenbahnringlinie 21 – von ihrer Endhaltestelle an der Hugo-Junkers-Straße auf einer seit Jahrzehnten freigehaltenen Fläche am Westrand von Fechenheim in Richtung Main zu verlängern.

Von Offenbach hängt ab, ob die Fechenheimer Linie zum Offenbacher Hauptbahnhof führen könnte. Die Linie 16 könnte dann über die Offenbacher Innenstadt hinaus bis in den Stadtteil Bürgel geführt werden. „Für Bürgel sehen wir die Notwendigkeit, den Stadtteil künftig besser an den ÖPNV anzubinden“, erklärte Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Bürgel wachse durch seine Neubaugebiete und auch den Innovationscampus auf dem ehemaligen Clariant-Areal. „Eine zusätzliche Anbindung mit der Straßenbahn an die nordmainische S-Bahn wäre neben der durch Offenbach verlaufenden S-Bahn-Strecke ein Gewinn für den so wichtigen Gewerbestandort“, betonte Weiß.

Kurz vor dem Kommunalwahlkampf bleiben dabei auch Streitigkeiten nicht aus, wer das Projekt zuerst vorangetrieben habe. „Im August 2019 habe ich dazu das erste Gespräch mit dem Verkehrsdezernenten aus Frankfurt, Klaus Oesterling, geführt“, sagte Mobilitätsdezernentin Sabine Groß (Grüne). Die damals bereits geplante Machbarkeitsstudie Frankfurts habe sie als Chance für Offenbach erkannt und das Gespräch mit dem Geschäftsführer des RMV, Knut Ringat, gesucht, so die Stadträtin.

Kurz nach Veröffentlichung der offiziellen Pressemitteilung meldete sich Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) zu Wort: „Eine solche Machbarkeitsstudie habe ich seit 2017 wiederholt und mit zunehmender Präzisierung gefordert und auch immer wieder eigene Vorschläge eingebracht“, betonte der OB, der von der Veröffentlichung durch ein Telefonat mit Oesterling am Sonntag erfahren hat. Die Prüfung sei in einer wachsenden Region für die Menschen und die Wirtschaft „überfällig, weil so was ewig dauert“.

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