Offenbach

Die Stadt wird jünger

  • Silvia Bielert
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Die Zahl der 25- bis 30-Jährigen mit deutschem Pass steigt. 158 Nationen gibt es in der Stadt.

Der durchschnittliche Offenbacher ist knapp 40 Jahre alt. Damit bleibt Offenbach eine der Städte mit der jüngsten Bevölkerung in Hessen und Deutschland. Das teilt die Stadt in einer Pressemeldung mit. Zum Vergleich: 2015 war der Durchschnittshesse 43,7 Jahre alt, der Durchschnittsdeutsche 44,2 Jahre. Der Blick in den Vierteljahresbericht des Statistikamtes zur Entwicklung der Bevölkerung offenbart auch: Mit 133 827 Einwohnern erreichte die Stadt Ende 2016 einen neuen Höchststand. Durch Geburten und Zuzüge – vor allem aus dem Ausland – wächst Offenbach seit 2012 um jährlich im Schnitt 2392 Einwohner.

Betrachtet man die Bevölkerung nach Altersgruppen, wächst diejenige der 25- bis 30-Jährigen in den letzten fünf Jahren am stärksten. Entgegen dem Bundestrend werden auch die Einwohner Offenbachs, die einen deutschen Pass haben, statistisch gesehen jünger (41,7 Jahre), während Offenbacher ohne deutschen Pass (das sind 37 Prozent aller Offenbacher) statistisch älter werden (38,2 Jahre). Die größten Bevölkerungszuwächse gibt es bei den zehn- bis 18-jährigen Deutschen; bei den Nichtdeutschen gab es hier einen Rückgang.

Im Schnitt sind in den vergangenen fünf Jahren pro Jahr 14 691 Menschen nach Offenbach gezogen, während 12 734 wegzogen. Rund 40 Prozent der Neu-Offenbacher kommen aus anderen hessischen Gemeinden, vor allem aus Frankfurt und dem Kreis Offenbach, weitere 42 Prozent aus dem Ausland. 158 Nationen gibt es in der Stadt. „Die große Vielfalt der Migrantenbevölkerung kann ein Erfolgsfaktor für Integration sein“, sagt Matthias Schulze-Böing, Leiter des Statistikamtes. „Es gibt keine einzelne Gruppe, die das Bild prägt. Das Risiko der Herausbildung geschlossener Immigrantenmilieus ist dadurch geringer.“ Die meisten Einwanderer kommen weiter aus den EU-Ländern Rumänien, Bulgarien und Kroatien.

Die ausführliche Zahlen gibt es unter www.offenbach.de. bil

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