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Die Lampen stammen aus dem alten Lokschuppen und sollen im neuen Veranstaltungssaal aufgehängt werden.
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Die Lampen stammen aus dem alten Lokschuppen und sollen im neuen Veranstaltungssaal aufgehängt werden.

Offenbach

Ab Mai spielt die Musik im Hafen 2

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Der Neubau des Kulturzentrums ist fertiggestellt. Am ersten Mai findet das erste Konzert statt. Eine Konzertbühne am Wasser ist geplant.

Zu den Schafen und Gänsen im Hafen 2 sollen sich noch Fischbabys hinzugesellen. Denn am Fluss in der Höhe des Kulturzentrums-Neubaus im Nordring 129 entsteht in Ufernähe eine Ruhezone für heimische Fischarten. Die Stadtwerke Holding ließ dort Erde abtragen, eine Mulde ausbaggern und Steine ins Wasser legen – damit es die Fische bei der Aufzucht schön kuschelig haben. Der Trubel durch Café und Kulturveranstaltungen wird die Tiere schon nicht stören.

Wie eine einfache Industriehalle

Von 1. Mai an ist es soweit. Dann spielt die Musik im neuen Hafen 2, 800 Meter flussabwärts vom alten Hafen 2, der jetzt zur Unterscheidung nur noch Lokschuppen genannt wird. „New Found Land“ heißt die Band, die den Anfang macht. Das passt. Nach zehn Monaten Bauzeit überreichten Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) und Daniela Matha, Geschäftsführerin der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft, gestern das Gebäude dem Betreiberverein Süßwasser. Das Außengelände ist noch wüst und leer. Wegen der Kälte konnte nicht gepflanzt werden. Geplant ist eine Konzertbühne am Wasser.

Von außen wirkt das Gebäude wie eine einfache Industriehalle. Innen zeigt es Charme. Das Café ist fast eingerichtet. Ein heller Holzfußboden verleiht ihm Freundlichkeit. Bühnenelemente dienen als Bänke und Tische. Das Schönste ist der Blick nach draußen. Die Schiffe auf dem Main scheinen zum rechten Fenster herein- und zum linken herauszuschwimmen, oder umgekehrt, so nah wirkt der Fluss. In der großen Halle, die als Kino und Konzertsaal genutzt werden soll, verlieren sich noch die Besucher. Bühne und Technik sind noch nicht da. Die 150 Lampen aus dem Lokschuppen stehen aufgereiht und warten darauf, aufgehängt zu werden. „Wir nehmen alles mit, was drüben ist“, sagt Andrea Weiß vom Verein Süßwasser. Für eine komplett neue Einrichtung fehlt das Geld.

200.000 statt 80.000 Euro

Dennoch musste der Verein seinen Kredit von ursprünglich 80.000 Euro auf 200.000 Euro ausweiten, weil allerlei zu finanzieren war: Technik, Stoffe, um die Akustik in der Halle zu verbessern, die Bühne und der Holzboden im Café.

Der Lokschuppen wird wohl erst im kommenden Jahr abgerissen, so dass der Umzug nach und nach vollzogen werden kann. Die Mainviertel GmbH finanzierte das Gebäude, eine eingeschossige Metallpaneelenkonstruktion, mit einer halben Million Euro. Der Verein hatte 2011 dank einer Spendenaktion 240.000 Euro dafür aufgebracht. Für das Interieur hat Süßwasser allein aufzukommen. Anders als zunächst vorgesehen wurde eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Sie soll etwas Geld einspielen.

„Heute startet unsere Umzugskampagne, um den Neubau bekanntzumachen“, sagt Andrea Weiß. Dazu werden in der Stadt große Bastelbögen verteilt, aus denen man neun verschiedene Schiffchen falten kann. Die sollen die Menschen am Lokschuppen ins Wasser lassen, damit sie am neuen Hafen 2 anlanden. Wer das fotografisch festhält, kann sich an einem Wettbewerb beteiligen.

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