Offenbach

Zehn neue Lebensretter

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Sana-Klinikum stattet Sportplätze mit Defibrillatoren aus. Dafür hat sie 20 000 Euro investiert. Der Oberbürgermeister sieht das als „Bekenntnis zur Stadt“.

Das Offenbacher Sana-Klinikum hat in den letzten Tagen zehn Sportanlagen im Stadtgebiet mit Defibrillatoren ausgestattet. Die Geräte sind meist in der Nähe der Umkleiden angebracht und sollen im Fall von Herzinfarkten Menschenleben retten. Die „Laiendefis“ seien „selbsterklärend“, sagte der leitende Notarzt am Sana-Klinikum, Stefan Wenzel, bei der Vorstellung der Geräte am Sportpark Rosenhöhe: Der einzige Fehler, den man machen könne, sei, „das Teil nicht zu benutzen“.

Mehrere hundert Menschen erliegen laut Informationen des Klinikums in Deutschland pro Jahr beim Sport einem Herztod – meistens ausgelöst durch plötzlich auftretendes Kammerflimmern.

„In einer solchen Situation muss man so schnell wie möglich handeln“, rät der Chefarzt der Kardiologie am Sana-Klinikum, Harald Klepzig. Das heißt: Herzdruckmassage und die beherzte Anwendung eines Defibrillators – auch AED-Gerät genannt. „Nach zehn Minuten“, so Klepzig, sei der betroffene Mensch ohne solche Hilfe nämlich schon „nicht mehr zu retten“. Nur einen Krankenwagen zu rufen, reiche nicht aus.

Etwa 20 000 Euro hat das Sana-Klinikum in die AED-Geräte und die dazugehörigen Beschilderungen investiert. Auch die Platzwarte der betreffenden Sportanlagen wurden geschult – Vereinstrainer sollen bald folgen. Oberbürgermeister und Sportdezernent Felix Schwenke (SPD) sagte, die Aktion sei ein Zeichen dafür, dass sich das Klinikum „zur Stadt bekennt“. fab

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