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Obwohl das Gelände am Kaiserlei noch Baugebiet ist, interessieren sich viele Unternehmen dafür.

Offenbach

Standort für den Designpark gesucht

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Die Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach zieht eine positive Bilanz für 2018. Der Standort Kaiserlei ist bei Unternehmen beliebt. Die Planungen für den Designpark sollen vorangetrieben werden.

Hohe Nachfrage von Unternehmen nach dem Standort Kaiserlei, mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, und die Aufwertung der Innenstadt hat begonnen: Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Jürgen Amberger, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, blicken zufrieden auf die Arbeit der Wirtschaftsförderung für 2018 zurück.

Schwerpunkt der Arbeit der Wirtschaftsförderung sei die Vermarktung des Kaiserleis gewesen. Und das, obwohl das Gelände noch größtenteils Baustelle ist. „Wir sind sehr früh dran mit der Vermarktung“, sagt Schwenke. Dennoch gebe es schon jetzt „eine Menge Leute, die Geld in die Hand genommen“ haben und sich am Kaiserlei ansiedeln möchten. Auch auf den Immobilienmessen in Cannes und München hat die Stadt das Gelände präsentiert und „intensive Gespräche“ im Anschluss mit Investoren geführt.

Auch im für die Stadt nicht weniger bedeutsamen Feld des Einzelhandels sei eine erfreuliche Entwicklung im Gange. So konnte am Dienstag die erste Veranstaltung zum Zukunftskonzept Innenstadt abgehalten werden, um diese attraktiver zu machen. Im kommenden Jahr werde es auch Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger geben, sagt Amberger.

Um neue Händler nach Offenbach zu bekommen, seien in diesem Jahr von der Wirtschaftsförderung rund 500 Briefe an Unternehmen geschickt worden. „Wir haben zwar hauptsächlich Ablehnung erhalten, aber wir werden im nächsten Jahr wieder anfragen“, sagt Amberger. Für Neuansiedlung brauche man einen langen Atem. „Auch die Frankfurter Goethestraße ist so entstanden: Man hat aggressiv geworben und sich zunächst viele Körbe eingehandelt, bis sich irgendwann alle ansiedelten“, sagt Schwenke.

Für das kommende Jahr stehe neben der Aufwertung der Innenstadt und der Vermarktung des Kaiserleis vor allem die Zukunft des Clariantgeländes im Mittelpunkt, sagt Schwenke. Und ein weiteres Projekt: Ein Designpark für Offenbach.

Mit dem Fachbereich Design der Hochschule für Gestaltung hat die Stadt schon vor drei Jahren die Schaffung eines virtuellen Designparks vereinbart, nun soll der auch physisch greifbar werden. „Wir wollen, dass Firmen ihre Designer, ihre kreativen Köpfe und Forscher zu uns schicken, in ein gemeinsames Designzentrum“, sagt Schwenke. Erste Anfragen bei Unternehmen seien auf Interesse gestoßen, ein Unternehmen wolle sich etwa bei der Konzeption einbringen.

Noch fehlt dafür allerdings das passende Gelände. „Wir wollen einen Standort finden“, gibt Schwenke als Parole aus. Ob der zunächst klein oder doch im großen Maßstab starte, hänge auch vom Interesse der Wirtschaft ab. Amberger gibt sich jedenfalls zuversichtlich, ein geeignetes Gelände zu finden.

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