Multifunktionshalle am Kaiserlei

Ein Satz zu viel

Ein weitere Panne bei der Plannung für den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei: Am Dienstag wurde eine Erklärung veröffentlicht, dass die Kosten für die Erschließung der Halle von Frankfurt und Offenbach anteilig getragen würden. Dieser Punkt war anscheinend nicht abgestimmt.

Ein weitere Panne bei der Plannung für den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei: Am Dienstag wurde eine Erklärung veröffentlicht, dass die Kosten für die Erschließung der Halle von Frankfurt und Offenbach anteilig getragen würden. Dieser Punkt war anscheinend nicht abgestimmt.

Die Planungen für den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei sind um eine Panne reicher. Das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, in der sich der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD), sein Frankfurter Amtskollege Peter Feldmann (SPD), der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank (CDU) und Regionalverbandspräsident Ludger Stüve zum Bau der Arena am Kaiserlei bekennen. In dem Text heißt es, die Kosten für die Erschließung der Halle würden Frankfurt und Offenbach anteilig tragen. Diesen Satz hatte Schneider nicht freigegeben; er widerspricht seiner bisherigen Politik.

„Die Kosten werden anteilig getragen“

Feldmann, Frank, Stüve und Schneider hatten sich am Montag auf der Expo Real in München getroffen und sich auf die Erklärung geeinigt, die Feldmann am Montagabend an die übrigen Teilnehmer mit der Bitte um Autorisierung verschickte. Schneider gab den Text frei. Unter Punkt 1 heißt es, die Städte Frankfurt und Offenbach wollten „alle planungs-, verkehrs- und eigentumsrechtlichen Fragen gemeinsam“ lösen. So weit kein Problem für Schneider. Doch in der Fassung, die die Stadt Frankfurt veröffentlichte, folgt der Satz: „Die Kosten werden anteilig getragen.“ Dieser Passus sei mit ihm nicht abgestimmt, schimpfte Schneider am Mittwoch.

Dass Offenbach Kosten für die Erschließung der Halle am Kaiserlei übernehmen wolle, sei schlicht falsch, sagte Matthias Müller, Leiter des Presseamts Offenbach, auf FR-Anfrage. Schneider bleibe dabei: Wenn Frankfurt die Halle am Kaiserlei bauen will, dürfen für Offenbach keine Kosten anfallen. Das Kind war da allerdings schon in den Brunnen gefallen. Die Offenbacher CDU kritisierte Schneider wegen der vermeintlich in Aussicht gestellten Kostenbeteiligung scharf.

Sportdezernent Frank sprach am Mittwoch von einem „dämlichen Missverständnis“. Sein Büro habe Feldmanns Büro am Dienstag angerufen, um noch einmal über die Kostenfrage zu sprechen. Dabei sei es aber nicht um die Erschließung der Halle, sondern um die Kosten für einen Projektentwickler gegangen. Das Büro des Oberbürgermeisters habe den Text dann geändert und veröffentlicht. geo

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