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Auch kalte Temperaturen schrecken die Nilgänse aus Afrika nicht.

Offenbach

„Plage der Nilgänse“

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Der SPD-Ortsverein fordert den Abschuss von Nilgänsen in Erwägung zu ziehen. Denn die bisherige Strategie greife nicht.

Der Ortsverein der SPD fordert, den Abschuss einiger Nilgänse freizugeben, wenn die jetzigen Maßnahmen weiterhin keinen Erfolg erzielen. Das teilt der Verein mit. Vor allem vor der Carl-Ulrich-Brücke werde Offenbach von einer „Nilgans-Plage heimgesucht“, sagt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Innenstadt Maurice Skowronek.

Das Problem bei den aus Afrika stammenden Nilgänsen führt er darauf zurück, dass es sich dabei um eine invasive Art handelt, die kaum natürliche Feinde hat. Dies bedeute, dass die „aggressiven und dominanten Nilgänse“ keine anderen Vogelarten neben sich duldeten und daher einheimische Vögel verdrängten.

Aber auch für die Menschen sind die Nilgänse eine Plage, sagt Skowronek. „Sie überdecken ganze Flächen mit stinkendem Kot, so dass diese nicht mehr zum Liegen oder Verweilen genutzt werden können.“ Zudem könnten sich in dem Gänsekot Salmonellen ansammeln.

Viele Maßnahmen, um die Population einzudämmen, führten bislang nicht zum Erfolg, kritisiert der Ortsverein. Trotz Verbotsschildern würden die Gänse weiterhin gefüttert. Zumal das Ordnungsamt kaum rund um die Uhr kontrollieren könne, ob das Verbot eingehalten werde. Schließlich habe sich der jüngste Versuch, neu angepflanzte Grünflächen zu umzäunen, als untauglich erwiesen, „da sich dort dann ungestört die Stadttauben ausbreiten können“. 

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