Nach den Osterferien beginnt an fünf Offenbacher Schulen ein neues Angebot für junge Fußballerinnen. Das wurde beim Neujahrsempfang der Offenbacher Sportvereine im Capitol bekannt. Unser Archivbild mit Starfußballerin Birgit Prinz (rechts) und jungen Nachwuchsfußballerinnen entstand im Stadion am Bornheimer Hang in Frankfurt.
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Nach den Osterferien beginnt an fünf Offenbacher Schulen ein neues Angebot für junge Fußballerinnen. Das wurde beim Neujahrsempfang der Offenbacher Sportvereine im Capitol bekannt. Unser Archivbild mit Starfußballerin Birgit Prinz (rechts) und jungen Nachwuchsfußballerinnen entstand im Stadion am Bornheimer Hang in Frankfurt.

Empfang der Offenbacher Sportvereine

Mädchenfußball für die Schulen

Nach den Osterferien beginnt an fünf Offenbacher Schulen ein neues Angebot für junge Fußballerinnen. Ein Konzept ist auch für das Thema Integration durch Sport in Arbeit. Von Jörg Muthorst

Von Jörg Muthorst

Überraschte Gesichter beim Empfang für die Offenbacher Sportvereine: Die städtische Traditionsveranstaltung findet unter der Moderation von Sportbürochef Jürgen Weil inzwischen so starken Zuspruch, dass sich die 230 Gäste am Montagabend nicht mehr im Atrium des Capitols unterbringen ließen und deshalb in den Theatersaal gebeten wurden.

Dort erwartete sie ein unterhaltsames und wenig akademisches Programm. An den jungen Nachwuchs-Tänzern des Clubs Jeunesse um ihren Vorsitzenden Peter Schima war es, dem erstaunten Publikum zu zeigen, was alles aus dem guten alten Rock´n´Roll werden kann, wenn man ihn nur ein wenig querbürstet und modern in Szene setzt.

Ebenfalls zu fetziger Musik präsentierte das junge Offenbacher Unternehmen Mamuvi im Auftrag der Stadt bunte Video-Zusammenschnitte auf Großleinwand: von der Premiere der Offenbacher Skate-Matinee, die in diesem Jahr gleich eine dreimalige Wiederauflage (am 30. Mai, 18. Juli und 19. September) erfahren soll, und von der vergangenen Sportgala mit Rudi Völler, Wolfgang Niersbach und Steffi Jones.

Von der Prominenz her wird das am 25. März zwar kaum zu toppen sein. Dafür verspricht Jürgen Weil für die nächste Gala mit Sportlerehrung eine Steigerung beim Showprogramm.

Zu den Sport-Promis, die 2009 Offenbach besuchten, hatte auch DFB-Präsident Theo Zwanziger gehört. Vor dem Hintergrund der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland hatte er für eine stärkere Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs geworben. Offenbach will sich da nicht lumpen lassen.

Das fünfköpfige Sportbüroteam feilt an einem Konzept, um hier bis 2011 gut aufgestellt zu sein. Als ersten Schritt kündigte Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) den Start von Mädchenfußball-AGs an fünf Schulen nach den Osterferien an.

Ein Konzept ist auch für das Thema Integration in Arbeit, das DFB-Beauftragte Gül Keskinler beim Besuch in Offenbach angesprochen hatte. Ziel sei es, so Jürgen Weil gegenüber der Frankfurter Rundschau, besonders bei Migrantinnen für den Sport zu werben, für Nordic Walking etwa, Radsport oder Frauenschwimmen.

Auch der Gesundheitssport ist ein Zukunftsthema. Nach dem Vorbild der von der TSG Bürgel gemanagten Lungensportgruppen von Holmer Drews will die Kommune zusammen mit den Kliniken Sportangebote für Krebspatienten schaffen.

Die TSG erntete nicht nur viel Lob, weil sie beim neuen Sportzentrum - ebenso wie der Schwimmclub EOSC beim Waldschwimmbad - Millionen-Investitionen managt und die Stadt entlastet. Sie gilt Schneider auch als Vorbild, weil sie ihre neue Kegelanlage stadtweit zur Verfügung stellt. Damit ermögliche sie eine Vereinskooperation, die sowohl Schneider als auch Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel in Zeiten knapper öffentlicher Mittel für zukunftsweisend halten und auch für den Schulbereich nahelegen.

Vorbildlich ist für Dinkel hier der OFC. Er spendierte in Absprache mit den jeweiligen Schulen Freikarten für versetzungsgefährdete Schüler, sofern diese ihre Noten verbessern. 29 von ihnen legten sich ins Zeug und schafften die Versetzung.

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