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In der Offenbacher Stadthalle wurden mehr als 100 000 Impfungen vorgenommen.
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In der Offenbacher Stadthalle wurden mehr als 100.000 Impfungen vorgenommen.

Offenbach

Sorgen im Offenbacher Gesundheitsamt

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Leiter Bernhard Bornhofen befürchtet viele neue Coronavirus-Fälle nach Ende der Herbstferien. Nach der Schließung des Impfzentrums in der Stadthalle wird demnächst ein neue Impfstation im Bernardbau aufgebaut.

Zehn Monate lang haben sich die Helferinnen und Helfer des Offenbacher Impfzentrums täglich testen müssen. Zum Abschlussfest am Freitag, nachdem alles abgebaut war, verzichtete die Mehrheit dankend auf einen Extra-Test, der ihnen am Eingang der Stadthalle angeboten wurde. Nach über 100 000 Impfungen und dem Ende des Einsatzbefehls des Landes Hessen hat das Corona-Impfzentrum am 26. September seine Pforten geschlossen. „Sie haben Menschenleben gerettet“, sagte Uwe Sauer, Leiter der Offenbacher Berufsfeuerwehr.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) bedankte sich bei allen und erinnerte daran, dass man es schaffte, das Impfzentrum innerhalb von 18 Tagen auf die Beine zu stellen. Bis es in Betrieb genommen werden konnte, vergingen jedoch drei Monate, weil kein Impfstoff da war. Erst im Sommer wurde die Kapazität von bis zu 1000 Impfwilligen pro Tag ausgeschöpft. „Ich habe von niemandem in der Stadt eine Beschwerde über die Arbeit gehört“, sagt Schwenke. 25 Dienstleister waren im Impfzentrum in Einsatz.

In den nächsten Tagen soll eine Impfstation im Bernardbau errichtet werden. Die Firma Ekolog hat die Ausschreibung der Stadt gewonnen, die das Impfangebot ohne Termin aufrechterhalten will. Der genaue Starttermin ist noch nicht bekannt. Dann wird es auch wieder mobile Impfteams geben. „Wir sind ein bisschen traurig, dass wir es nicht geschafft haben, die Impfquote höher getrieben zu haben“, sagt Bernhard Bornhofen, Leiter des Gesundheitsamts.

Die Impfquote in Offenbach liegt laut Zahlen des Landes Hessen, das mit einer Bevölkerungszahl von 130 000 rechnet, obwohl die Stadt rund 140 000 Einwohner:innen hat, bei rund 64,2 Prozent bei den Erstgeimpften und 57,1 Prozent bei den Zweitgeimpften. Bornhofen befürchtet, dass nach den Herbstferien die Sieben-Tages-Inzidenz noch einmal rapide ansteigen wird. Seit vier Wochen liegt sie über 100, am Montag bei 126,1 Fällen pro 100 000 Einwohner.

Im Gesundheitsamt werden derzeit wieder Leute eingestellt. Denn die Kontaktnachverfolgung bei positiv Getesteten bleibt eine der größten Herausforderungen im Gesundheitsamt. Das Problem: „Die Leute, die wir fragen, geben oft nicht so viele Kontakte an“, berichtet Bornhofen sorgenvoll. Er ist der Überzeugung, dass die vielen Tests und die Beibehaltung der Maskenpflicht in der Schule die Ausbreitung des Virus eingedämmt haben. Die Lollitests in den Kitas werden nach den Herbstferien jedoch wegen der zu geringen Zahl an teilnehmenden Kindern eingestellt. Bornhofen fordert jedoch weiterhin Wachsamkeit. Erst kürzlich hatte er mit einer Frau telefoniert, die trotz einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson wieder über Symptome wie Geschmacklosigkeit berichtet hat.

Die Mehrzahl der Infektionen werden jedoch von Ungeimpften getragen. „Ich wünsche mir, dass es uns gelingt auch die noch zu überzeugen“, sagt Bornhofen.

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