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Seniorenheim in Offenbach - Oft wird das Virus durch das Personal eingeschleppt.
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Seniorenheim in Offenbach - Oft wird das Virus durch das Personal eingeschleppt.

Offenbach

So schützt das Gesundheitsamt Offenbach Altenheime

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Die Einrichtungen haben für die Behörde die höchste Priorität.

Wenn man die Corona-Pandemie mit einem Waldbrand in Australien vergleicht, dann sind die Altenheime so etwas wie Tankstellen in einer Siedlung – wenn das Feuer näher kommt, wird es verdammt gefährlich.

„Auf die Seniorenheime konzentrieren wir unseren Grips und unsere Energie“, sagt Bernhard Bornhofen, 60 Jahre, Leiter des städtischen Gesundheitsamtes. Durch so viele ältere Menschen auf so engem Raum steigt einerseits das Risiko von schweren Covid-Verläufen stark. Andererseits hat das Amt mehr Möglichkeiten, das Virus fernzuhalten als bei älteren Menschen, die in der eigenen Wohnung wohnen. In Offenbach ist der Schutz dieser Risikogruppe bisher relativ gut gelungen. Sieben Menschen aus Senioreneinrichtungen sind in Offenbach an oder mit Covid-19 gestorben, eine vergleichsweise geringe Zahl. Laut einer Studie der Universität Bremen im Juni lebte die Hälfte der zu dem Zeitpunkt registrierten Corona-Toten in Deutschland in Pflegeheimen. „Vorbildlich“ laufe die Kommunikation mit den Heimen in Offenbach, findet Bornhofen.

Mit den acht Heimen sei das Gesundheitsamt in engem Kontakt, unter anderem bei regelmäßigen Telefonkonferenzen. Oft gehe es darum, konkrete Probleme zu lösen, etwa die Frage, wie ältere Menschen sich im Sommer mit Abstand draußen treffen können. Wenn es Probleme gebe, erfahren er und die Kolleg;innen sie oft früh. Aktuell gehe es oft um das Thema Schnelltests. Einige Einrichtungen hätten sich bereits Tests besorgt, jetzt gehe es darum, Beschäftigte auf den Einsatz vorzubereiten. Infektionen würden oft durch das Personal in die Heime getragen, sagt Bornhofen. Die Lage sei im Sommer kritisch gewesen, als Pflegekräfte, darunter viele Migrant:innen, aus Risikogebieten zurückkehrten. Damals hätten die Einrichtungen und das Gesundheitsamt auf Tests gepocht. „Da waren sie viel strenger und aufmerksamer als an anderen Orten“, sagt Bornhofen. Jetzt ist das Gesundheitsamt daran beteiligt, das Impfzentrum in der Offenbacher Stadthalle aufzubauen. Je älter die Menschen, desto schneller sollen sie voraussichtlich geimpft werden.

Einer der Gründe, warum er die Arbeit gern mache, sagt Bornhofen, sei das gute Verhältnis zum Magistrat. „Ich könnte jederzeit auch um Mitternacht den Oberbürgermeister anrufen“, sagt er. Auch für die Landesregierung findet er lobende Worte. Die habe dem Gesundheitsamt mehrere Beamte zur Unterstützung geschickt, darunter Finanzexperten mit kriminalistischer Erfahrung. „Die machen einen tollen Job“, sagt Bornhofen.

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