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Auf dem neuen 1,85 Meter breiten Streifen sollen Radfahrer sicherer auf und über den Bieberer Berg kommen.

Offenbach

Sicher über den Berg

  • Silvia Bielert
    vonSilvia Bielert
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Kritik und Freude gibt es an dem neuen Radstreifen in der Bieberer Straße in Offenbach.

Die Bieberer Straße bekommt in Fahrtrichtung Bieber zwischen Unterer Grenzstraße und Stadion einen 750 Meter langen Radfahrstreifen. Auf 1,85 Meter Breite führt der auf den Bieberer Berg hinauf. Dem motorisierten Verkehr wird dafür Platz genommen. Statt zwei Fahrstreifen soll nur noch eine überbreite Fahrspur in jede Richtung führen. Die Bieberer Straße ist eine stark belastete Hauptverkehrsstraße, über die auch Lastwagen und viele Pendler aus dem Kreis nach Offenbach hinein und hinaus fahren.

Kritik gibt es von der SPD Offenbach, die „Behinderungen und Rückstaus auch auf der Unteren Grenzstraße“ befürchtet, „gerade am Morgen und im Feierabendverkehr“. Anwohner könnten durch noch schlechtere Luft zusätzlich belastet werden. Auch beklagen die Sozialdemokraten die fehlende Kommunikation im Vorfeld. „Mit solchen Nacht- und Nebelaktionen verspielt man die Akzeptanz für den Ausbau des Radverkehrs“, wird der SPD-Stadtverordnete Holger Hinkel in einer Pressemeldung zitiert. „Aber nur mit dieser Akzeptanz kann die Verkehrswende gelingen.“

Wolfgang Christian vom Offenbacher ADFC hingegen freut sich über das neue Stück im Radwegenetz. Noch größere Rückstaus als die auch sonst in der ganzen Stadt üblichen, seien ihm nicht aufgefallen, sagt der passionierte Radfahrer. Aus eigener Erfahrung aber wisse er, wie gefährlich es bislang war, die Bieberer Straße entlang zu radeln, auch, weil sich Auto- wie Lkw-Fahrer nicht immer an Tempo 50 gehalten hätten. Viele seiner radfahrenden Freunde hätten die Straße daher bislang gemieden und müssten sich nun erst auf die neue Situation einlassen. Ein Radstreifen, der breiter ist als der Standard von 1,50 Meter könnte die Akzeptanz erhöhen.

Und auch die Autofahrer werden sich daran gewöhnen, dass sie nun Rücksicht nehmen müssen auf die neuen „Mitnutzer“, ist Christian überzeugt.

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