Offenbach

„Rad, Wein & Gesang“ in Offenbach - Radrennen geht in die fünfte Runde

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Am 2./3. August ist es soweit: Zum fünften Mal geht’s rund bei „Rad, Wein & Gesang“ in Offenbach. Der Rundkurs mit seinen Kurven fordert die Fahrer.

Als Anja und Jürgen Bamberger 2015 unter dem Titel „Rad, Wein & Gesang“ ein Radrennen auf einem nicht einmal 500 Meter langen Rundkurs am Hessenring ins Leben riefen und fanden, dass Sport und Wein gut zusammenpassen, glaubten manche an einen Scherz. Dass die Veranstaltung am 2. und 3. August in die fünfte Runde geht und sich unter Radsportlern und bei Besuchern steigender Beliebtheit erfreut, ist fast ein Wunder.

Denn bei der Premiere 2015 kamen beim heißesten Wochenende des Jahres mit fast 40 Grad lediglich zwölf Radrennfahrer und 200 Besucher. Im Jahr darauf war es dafür zu nass. „Wir wurden jeden Abend von Gewittern fast weggespült“, erinnert sich das Ehepaar, das den Radladen Artefakt betreibt. 2018 war es mit 35 Grad wieder brütend heiß.

Das Fest/die Rennen „Rad, Wein & Gesang“heißt das Fest, das am 2. und 3. August in der Grünanlage Landgrafenring seine fünfte Auflage erlebt. Das Weinfest mit Livemusik startet am Freitag um 17 Uhr, am Samstag geht’s um 11 Uhr los.

Das Rennprogramm: Um 12 Uhr starten die Amateure über 60 Kilometer auf dem einen Kilometer langen Rundkurs entlang Hessen- und Landgrafenring, um 14.30 Uhr die Frauen über 50 Kilometer und um 16.30 Uhr die Hobbysportler über 40 Kilometer. Die Elite-Amateure gehen um 18 Uhr über 66 Kilometer an den Start. ags

Infos:www.radweingesang.de

Dennoch: Allen Wetterkapriolen zum Trotz ist das Interesse an dem Radrennen mit Weinfest und Livemusik gestiegen. Vergangenes Jahr kamen 2000 Besucher. Gut 200 Sportler gingen auf die verlängerte Rennstrecke am Hessen- und Landgrafenring, die wegen ihrer „höllenmäßigen Kurven“ (so Bamberger) eine besondere Herausforderung darstellt. Teilweise muss auf Schrittgeschwindigkeit heruntergebremst werden, um dann wieder auf Tempo 60 zu beschleunigen.

Mit dem Rennen rund um den Anlagenring knüpft Jürgen Bamberger, früher selbst Radsportler und Sohn des in Offenbach bekannten Radrennfahrers Heinz Blümmel, an eine alte Tradition an. Bis Mitte der 1990er Jahre hatte es am Landgrafenring bereits Radrennen gegeben. Didi Thurau und Gregor Braun seien hier schon auf dem Rennrad unterwegs gewesen, sagt er. Sogar die Tour de France war einmal in Offenbach: 1980 durchquerte sie die Stadt über die damals noch vierspurige Berliner Straße.

Die Organisation von „Rad, Wein & Gesang“ ist ein Kraftakt. Auch finanziell. 17 000 Euro kostete das Fest 2018. Sponsoren und Anzeigen in der Veranstaltungszeitung bringen das nötige Geld. Er selbst verdiene nichts daran. Bambergers Motivation: „Ich will dem Radsport was zurückgeben.“ Er verfolgt durchaus ambitionierte, sportliche Ziele. Der Wettkampf soll Amateur- wie auch Profifahrer ansprechen.

Günter Schabel, Vizepräsident Leistungssport im Bund Deutscher Radfahrer, lobte die „Mischung aus Sport und Geselligkeit“. Er finde das Konzept gut, auch weil es Amateurradlern eine Bühne biete. „Die fahren sonst unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch Gewerbegebiete.“

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