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Stützwerk: Die Balustrade an der Westseite des Palais ist einsturzgefährdet.
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Stützwerk: Die Balustrade an der Westseite des Palais ist einsturzgefährdet.

Offenbach, Büsing Palais

Sanierung dringend nötig

  • Danijel Majic
    VonDanijel Majic
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Die Terrasse des Palais ist marode und muss dringend saniert werden. Aufkommen muss dafür die Stadt. 218 000 Euro, so die Schätzung eines mit der Begutachtung beauftragten Ingenieursbüros, würde die fachmännische Instandsetzung kosten.

Es ist eines der Aushängeschilder der Stadt. Wann immer es Kamerateams nach Offenbach verschlägt, ist das Büsing-Palais beliebter Hintergrund. Ein Hauch von barocker Lebensfreude inmitten der manchmal unwirtlichen Innenstadt. Doch auch wenn das herrschaftliche Gebäude nach außen hin strahlt, nagt unterhalb der Fassade der Zahn der Zeit an der Bausubstanz. Die Terrasse des Palais ist marode und muss dringend saniert werden. Aufkommen muss dafür die Stadt.

Genau genommen geht es nur um die Sandsteinbalustrade, welche die Terrasse auf der Westseite des Gebäudes einfasst. Die allerdings ist inzwischen so instabil, dass sie von einer behelfsmäßigen Stahlkonstruktion gestützt werden muss. 218 000 Euro, so die Schätzung eines mit der Begutachtung beauftragten Ingenieursbüros, würde die fachmännische Instandsetzung kosten. Das Geld dafür muss zunächst der Magistrat in den Nachtragshaushalt einstellen, der dann wiederum vom Darmstädter Regierungspräsidium bewilligt werden muss.

Sheraton Offenbach Hauptnutzer

Auf den ersten Blick mutet es merkwürdig an, dass das längst nicht mehr öffentlich genutzte Palais auf Kosten der Steuerzahler renoviert werden muss. Hauptnutzer des 1982 mit großer Beteiligung der Bürgerschaft wieder errichteten Baus ist das benachbarte Sheraton Offenbach, dessen Mutterkonzern das Gebäude angemietet hat. Das Hotel nutzt den einstigen Familiensitz vorrangig als Kongress- und Veranstaltungszentrum. Laut Mietvertrag bleibt die Stadt für die Instandhaltung „an Dach und Fach“ des Objektes verantwortlich.

Im Fall der Balustrade kommt das die Stadt teuer zu stehen. Das Zustandsgutachten des beauftragten Ingenieursbüros kommt zu dem Schluss, dass nicht nur der allgemeine Erhaltungszustand der Terrasse zu wünschen übrig lässt, sondern konstatiert darüber hinaus massive Mängel an der Unterkonstruktion der Terrasse, welche die Standsicherheit gefährden. Daher auch die stützenden Stahlkonstruktionen, die allerdings weder statisch noch ästhetisch eine Dauerlösung sein können. Das Sheraton selbst drängt bereits seit einiger Zeit auf eine dauerhafte Lösung.

Denkmalgeschütztes Bauwerk

Die allerdings ist bei dem denkmalgeschützten Bauwerk nicht nur kostspielig, sondern auch zeitaufwendig. Nach Einschätzung der Ingenieure müssen zunächst die Deckplatten der Terrasse abgehoben werden, ehe anschließend die gesamte Balustrade in Einzelteile zerlegt und demontiert wird. Dabei gehen die Gutachter davon aus, dass es sich nicht verhindert lassen wird, dass einige Sandsteinelemente beschädigt werden. Danach muss die Terrasse bis auf die darunterliegende Stahlbetonkonstruktion freigelegt werden. Letztlich geht es darum, einen neuen Stahlbetonsockel als Fundament für die Terrasse zu installieren. Die Originalteile der Balustrade müssen derweil andernorts gelagert werden.

Wie lange die Restaurierungsarbeiten dauern werden, ist noch unklar. Und wie bei vielen öffentlichen Bauprojekten lässt sich kaum mit Sicherheit sagen, ob die Gesamtkosten am Ende nicht doch die ersten Schätzungen übertreffen werden. Die Stadt wird sie trotzdem tragen. Immerhin geht es um eine verlässliche Einnahmequelle. Das Revisionsamt hat die erste Kostenschätzung jedenfalls schon abgenickt. Jetzt fehlen nur noch die Zustimmung des Magistrats und des Regierungspräsidiums.

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