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Michael Rauschmann ist auch in der Deutschen Wirbelsäulen-Gesellschaft aktiv. Foto: Sana Klinikum Offenbach

Offenbach

Rückenspezialist wechselt ans Sana-Klinikum

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Michael Rauschmann wird die neue Fachabteilung für Wirbelsäulenorthopädie am Offenbacher Sana-Klinikum leiten. Dort sind etwa 15 Stellen neu geschaffen worden.

Elf Jahre lang hat Professor Michael Rauschmann die Abteilung für Wirbelsäulen an der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt-Niederrad geleitet. Seit dieser Woche ist der in seinem Fachgebiet mehrfach ausgezeichnete Mediziner nun in Offenbach tätig – als Chefarzt der neu gegründeten Abteilung für Wirbelsäulenorthopädie am Sana-Klinikum.

Seinen ehemaligen Arbeitsort hat Rauschmann wegen „struktureller Veränderungen“ verlassen – das dürfte die offizielle Sprachregelung für die Sparmaßnahmen sein, die am Niederräder Klinikum wegen roter Zahlen in diesem Jahr eingeleitet wurden.

Langjährige Mitarbeiter sind Rauschmann nach Offenbach gefolgt: Oberärzte, Assistenzärzte, die Stationsleitung und das Sekretariat. „Professor Rauschmann und sein Team sind bestens eingespielt und können bei uns unmittelbar ihre Arbeit aufnehmen“, sagt der ärtliche Direktor des Sana-Klinikums, Norbert Rilinger.

Untergebracht ist die neue Abteilung mit 30 Betten in einem aus Modulen gefertigten und zunächst für fünf Jahre genehmigten zweigeschossigen Neubau, der über eine Luftbrücke mit dem Hauptgebäude des Sana-Klinikums verbunden ist. Ebenfalls Platz gefunden haben dort 30 Betten der Klinik für Gefäßchirurgie

Nur ein Jahr ist seit den ersten Gesprächen Rauschmanns mit der Klinik-Geschäftsführung und der Eröffnung des Neubaus samt Wirbelsäulen-Zentrum vergangen. Rund 4,5 Millionen Euro hat Sana investiert – in den Neubau und in Spezialgeräte wie etwa ein 3D-Mikroskop – rund 15 neue Stellen wurden in der neuen Station geschaffen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Offenbach

Das Zentrum widmet sich „der Wirbelsäule von der Locke bis zur Socke“, wie Rauschmann laientauglich erklärt. Anwendung finden Methoden wie Physiotherapie und Schmerztherapien aber zum Beispiel auch Bandscheibenoperationen. Einen Schwerpunkt setzt Rauschmanns Stellvertreter Arab Motlag, der Spezialist im Bereich Fußchirurgie ist.

Der ärtzliche Direktor Norbert Rilinger betonte bei einer Führung durch die noch nach frischer Farbe riechende Station, dass die neue Abteilung interdisziplinär mit den Bereichen Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Neurochirurgie zusammenarbeiten wird. „Unser Portfolio passt sehr gut in dieses Haus“, sagt auch Rauschmann.

Der Universitätsklinik Friedrichsheim nach so vielen Jahren den Rücken zu kehren, sei „nicht einfach“ gewesen, sagt der 53-Jährige. Doch „die besondere Herausforderung, eine neue Abteilung aufzubauen“ sei reizvoll. Berufliche Wechsel sind für ihn auch nichts Neues: Vor seinem Medizinstudium in Frankfurt und im südafrikanischen Durban hat Rauschmann als KfZ-Mechaniker gearbeitet.

Im Hauptgebäude des Sana- Klinikums schafft der temporäre Modulbau indes Entlastung: In den freiwerdenden Räumen wird in den kommenden Monaten die Pädiatrie ausgebaut, es entsteht unter anderem ein kinderchirurgischer Schwerpunkt und auch die OP-Kapazitäten werden erweitert. Insgesamt verfügt das Klinikum nach Eröffnung des Neubaus nun über 1028 Betten – und Rauschmann ist der 19. Chefarzt im Haus.

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