Mühlheim / Maintal

Revision der Mühlheimer Fähre wird vorgezogen

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Die Fähre Mühlheim wird vorzeitig auf Herz und Nieren überprüft. Außerdem haben die Stadtwerke Mühlheim den Weg für eine kommunale Vereinbarung frei gemacht.

Die Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Mühlheim und Maintal-Dörnigheim rückt in greifbare Nähe: Nachdem die Stadt Maintal am Montag vergangener Woche den Geldbeutel für die Reaktivierung der Mainfähre geöffnet hatte, tut dies nun auch die Stadt Mühlheim. Am Mittwochabend hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Mühlheim beschlossen, die interkommunale Kooperationsvereinbarung zu unterschreiben, die zwischen allen Beteiligten nun in Kürze geschlossen werden kann.

„Alles, was bisher beschlossen wurde, muss in eine interkommunale Vereinbarung gegossen werden – inklusive der Kostenaufteilung“, sagt Ursula Luh, Pressesprecherin des Kreises Offenbach, dem die Fähre gehört.

Bevor der Fährbetrieb wieder startet, wird das Schiff aber noch aus dem Wasser gehievt. „Wir ziehen die Landrevision vor“, so Luh. Das Fährzeugnis – eine Art TÜV-Plakette, die für fünf Jahre erteilt wird –, gelte eigentlich noch bis 2021. Der Kreis habe sich aber entschieden, die Revision bereits jetzt durchzuführen, damit der Betrieb nicht in zwei Jahren für drei bis vier Wochen ruhen muss. Man suche jetzt entsprechende Firmen, die Kosten übernehme der Kreis Offenbach.

Bürgermeister Daniel Tybussek (SPD) hüllt sich in Schweigen, wie sich Mühlheim finanziell am Fährbetrieb beteiligt. Alles, was die Ausschreibung angehe, sei Sache des Kreises Offenbach, begründet er seine Haltung gegenüber der FR. Er wolle „nicht Teil eines Verfahrensfehlers sein“.

„Wir wollen wissen, wie die Bedingungen sind und ob die Stadt wie Maintal auch einen Zuschuss vom Kreis erhält“, sagt Petra Schneider, Stadtverordnete der „Bürger für Mühlheim“. Ein entsprechender Antrag, den ihre Fraktion zusammen mit den Grünen gestellt hatte, war am Donnerstagabend im Stadtparlament mit Stimmenmehrheit von SPD und CDU abgesetzt worden. „Wir legitimieren unsere Stadtwerke, eine interkommunale Vereinbarung zu schließen – in welcher Höhe auch immer. Das ist ein Blankoscheck“, entrüstet sie sich.

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