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Wasservögel im Offenbacher Dreieichweiher müssen sich nicht mehr um ihren Nachwuchs sorgen. Der Problem-Wels ist umgesiedelt worden.

Problem-Wels in Offenbach

Rätsel um Offenbacher Problem-Wels geht weiter

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Der Offenbacher Problem-Wels, der im Sommer als "Küken-Killer" für Schlagzeilen gesorgt hat, könnte gefangen und in ein Gewässer bei Darmstadt umgesiedelt worden sein. Aber ganz sicher ist die Stadt nicht.

Der Wels aus dem Offenbacher Dreieichweiher, der diesen Sommer als „Küken-Killer“ für Schlagzeilen gesorgt hat, könnte gefangen und in ein größeres Gewässer bei Darmstadt umgesiedelt worden sein, teilt die Stadt Offenbach mit. Ganz klar ist es nicht, weil der gefangene Wels nur 70 Zentimeter groß war. Der Problem-Wels soll aber angeblich 1,50 Meter groß gewesen sein. Dass es den großen Fisch gab, steht für die Stadt außer Frage, wie eine Sprecherin am Freitag betonte. Denn bei einer Elektrobefischung vergangenes Jahr sei ein 1,30 Meter großes Exemplar entdeckt worden, das dann sicher noch weiter gewachsen sei. Wo dieses Tier geblieben sei, sei ein Rätsel.

Berufsfischer haben den lediglich etwa 70 Zentimeter langen Raubfisch mit Hilfe von Reusen gestellt. Drei Tage lang legten sie diese im Dreieichweiher aus.Die dreitägige
Fangaktion diente der Ermittlung des Fischbestandes vor einer anstehenden Sanierung des Parks. Versuche davor, den Problem-Wels zu fangen, waren im Sommer zuletzt im Juli gescheitert. 

„Wenn er gestorben wäre, hätte er an der Oberfläche treiben müssen“, sagte die Sprecherin der Stadt. Über weitere Möglichkeiten, etwa dass er heimlich herausgefischt worden sei, könne man nur spekulieren. Für die Stadt sei der Fall jedenfalls abgeschlossen. 

Der Offenbacher Problem-Wels, von dem es zunächst hieß, er sei angeblich 1,50 Meter groß, war 2017 erstmals im Dreieichweiher gesichtet worden. Er geriet in Verruf, weil er artengeschützte Teichhuhn-Küken gefressen haben sollte. Zudem war er zu groß für den maximal 80 Zentimenter tiefen  Teich geworden.

Eine Umsiedlung etwa in den Main hatte das Regierungspräsidium Kassel verboten, da es sich um einen nicht heimischen Raubfisch handle. Damit schien sein Schicksal besiegelt zu sein. Die Stadt kündigte an, den Wels zu beseitigen. Das rief Tierschützer auf den Plan, die forderten, den Wels umzusiedeln statt ihn zu töten. (mit dpa)

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