Der Sicherheitsdienst der Bahn AG soll in der S-Bahn-Station Marktplatz Leute, die dort nicht auf die S-Bahn warten, verscheuchen. Man werde "offensiver diese Personen ermahnen und sie zum Verlassen der Treppe auffordern", heißt es in einer Mitteilung der Stadt, das Ordnungsamt werde die Station häufiger überprüfen und gegebenenfalls eingreifen.
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Der Sicherheitsdienst der Bahn AG soll in der S-Bahn-Station Marktplatz Leute, die dort nicht auf die S-Bahn warten, verscheuchen. Man werde "offensiver diese Personen ermahnen und sie zum Verlassen der Treppe auffordern", heißt es in einer Mitteilung der Stadt, das Ordnungsamt werde die Station häufiger überprüfen und gegebenenfalls eingreifen.

S-Bahn-Station Marktplatz

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  • Sigrid Aldehoff
    vonSigrid Aldehoff
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Bis zum Jahresende sollen Schäden repariert werden, außerdem stehen Sonderreinigungen an. Mehr als 12.000 Euro will die Bahn allein für die Beseitigung des Taubenkots ausgeben.

Es gibt sicher größere Erfolgserlebnisse, als die S-Bahn-Station Marktplatz zu säubern. Dreimal täglich wird hier gewischt und gereinigt. Dem stehen 38.000 Fahrgäste pro Tag gegenüber, die beim hastigen Essen im Gehen krümeln und kleckern, Getränke überschwappen lassen, Papiere, Taschentücher und andere Abfälle auf den Boden werfen und Kippen im freien Fall entsorgen.

Obwohl es immer wieder Klagen über die häufige Verschmutzung der Station gebe, sei diese in puncto Sicherheit eher unauffällig, zitiert die Pressestelle der Stadt die Angaben der DB Sicherheit. Auch "Vandalismus", so wurde dem Ordnungsamt in einem Schreiben der DB bescheinigt, sei hier weniger ausgeprägt als an den vergleichbaren Bahnhöfen in der Region.

Damit widerspricht die Stadt einem anderen Sprecher der Bahn. Dieser hatte vor Kurzem gegenüber der Frankfurter Rundschau gesagt, in Offenbach werde mehr beschädigt als an vergleichbaren Bahnhöfen im Rhein-Main-Gebiet.

Tauben nicht erwünscht

Dennoch sind Stadt, Bahn und RMV bemüht, den Reisenden in der S-Bahn-Station Marktplatz künftig einen angenehmeren ersten Eindruck von der Stadt zu vermitteln. Bis zum Jahresende sollen Schäden repariert werden, außerdem stehen Sonderreinigungen an. Mehr als 12.000 Euro investiert die Bahn allein in die Beseitigung des Taubenkots und in die Vertreibung der Tiere.

Aber auch die Jugendlichen, die dort auf den Treppen sitzen, essen und rauchen, sollen vertrieben werden. Der Sicherheitsdienst der Bahn AG soll "offensiver diese Personen ermahnen und sie zum Verlassen der Treppe auffordern", heißt es in einer Mitteilung der Stadt, das Ordnungsamt werde die Station häufiger überprüfen und gegebenenfalls eingreifen. Auch eine Kooperation mit dem Jugendzentrum in der Sandgasse wird angestrebt, damit dessen Mitarbeiter als Vermittler auftreten können.

Rund viermal täglich werden außerdem die Nothalteknöpfe an den Rolltreppen gedrückt, sodass diese stillstehen. Jetzt wird geprüft, ob die Kioskbesitzerin geschult werden kann, um diese wieder in Gang zu setzen. Bisher müssen Techniker anrücken, um die Treppen wieder zum Rollen zu bringen.

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