Offenbach

Probleme werden bürokratisiert

Ulla Peppler (SPD) hält eine eigens für städtische Sauberkeit geschaffene Stabsstelle für unsinnig. Die 100 000 Euro würde sie lieber in mehr ESO-Personal investieren.

Von Madeleien Reckmann

Anstatt die neue Stabsstelle Sauberkeit einzurichten, würde die SPD lieber die Stadtwerketochter ESO mit mehr Personal ausstatten. Die Regierungskoalition von CDU, Grünen, Freien Wählern und FDP plant diese Stabsstelle mit dem Ziel, dass ein Sauberkeitsbeauftragter den vielen Müll auf Straßen und Plätzen reduziert. „Die von der Koalition geplante ‚Stabsstelle Sauberkeit‘ zeigt, wie man die Lösung von Problemen unnötig bürokratisiert“, bemängelt indes die SPD-Stadtverordnete Ulla Peppler.

Da Bürgermeister Peter Schneider (Grüne) die Stabsstelle damit begründete, dass die Entsorgung wilden Mülls in der Stadt durch den ESO zu lange dauere, könne sie sich eine einfachere Lösung vorstellen. Was fehle, seien ausreichend ESO-Mitarbeiter. „Wenn man die einstellt und ihnen ein Fahrzeug zur Verfügung stellt, dann sind die Prozesse ganz schnell optimiert und die Entsorgung illegaler Müllablagerungen beschleunigt sich von alleine“, erläutert die Stadtverordnete. Die SPD-Fraktion habe deshalb einen Änderungsantrag eingebracht, welcher anstatt der ‚Stabsstelle Sauberkeit‘ Neueinstellungen bei der ESO fordere. Warum die Koalition nicht diese Lösung wähle, sondern ein zusätzliches Büro schaffe – dessen Kosten mit 100 000 Euro pro Jahr angesetzt seien – bleibe ihr schleierhaft, sagt Peppler. mre

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