Offenbach

22 Polizisten und zwei Sozialarbeiter im Einsatz

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In Offenbach wird das Haus des Jugendrechts eröffnet. „Wir wollen und können hier Lebenswege beeinflussen“, sagt Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. 

Bereits Mitte Januar hat das Haus des Jugendrechts in der Kaiserstraße im Gebäude der ehemaligen Firma Goldpfeil seine Arbeit aufgenommen. Am Mittwoch haben Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) die Einrichtung offiziell eröffnet.

Mit dem Haus des Jugendrechts sollen Jugendkriminalität effektiv und zeitnah bekämpft und kriminelle Karrieren verhindert werden, schreibt das Justizministerium. „Wir wollen und können hier Lebenswege beeinflussen. Dazu muss man konsequent sein und da, wo es notwendig ist, auch ganz klar ein Stoppzeichen setzen“, sagt Kühne-Hörmann.

22 Polizeibeamte sind im Haus des Jugendrechts im Einsatz, die Stadt Offenbach finanziert zwei Sozialarbeiterstellen. Während die Polizeibeamten in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft den Fällen der Jugendkriminalität nachgehen, sollen die Sozialarbeiter die Täter und deren Familien beraten, um ein weiteres Abgleiten in die Kriminalität zu verhindern. Nach Schätzungen der Zweigstelle Offenbach der Staatsanwaltschaft Darmstadt liegt die Zahl der relevanten Fälle für die Einrichtung bei rund 1800 im Jahr.

Ende 2015 hatten sich Stadt, das Polizeipräsidium Südosthessen und die Staatsanwaltschaft auf die Einrichtung eines Hauses des Jugendrechts geeinigt. Das Offenbacher Haus ist nach zweien in Frankfurt und einem in Wiesbaden das vierte seiner Art in Hessen. In Hanau und Kassel sollen weitere eröffnet werden.

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