Die Kinder sind begeistert. "Wolkenschloss" haben sie ihr neues Reich getauft. Das Dachgeschoss im vierten Stock der Goetheschule in Offenbach bietet auf 180 Quadratmetern viel Platz zum Spielen, Toben und Entspannen. 300.000 Euro hat die Stadt für den Ausbau investiert, der besonders von den Kindern der Ganztagsklassen genutzt werden soll.
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Die Kinder sind begeistert. "Wolkenschloss" haben sie ihr neues Reich getauft. Das Dachgeschoss im vierten Stock der Goetheschule in Offenbach bietet auf 180 Quadratmetern viel Platz zum Spielen, Toben und Entspannen. 300.000 Euro hat die Stadt für den Ausbau investiert, der besonders von den Kindern der Ganztagsklassen genutzt werden soll.

Goetheschule

Platz für das Wolkenschloss

20 Jahre lang wartete die Grundschule im Offenbacher Nordend auf den Ausbau in luftiger Höhe - der ist nun fertig. Denkmalschutz und viele Bauvorschriften machten die Planung kompliziert.

Von Maurice Farrouh

Die Kinder sind begeistert. "Wolkenschloss" haben sie ihr neues Reich getauft. Das Dachgeschoss im vierten Stock der Goetheschule bietet auf 180 Quadratmetern viel Platz zum Spielen, Toben und Entspannen. 300.000 Euro hat die Stadt für den Ausbau investiert, der besonders von den Kindern der Ganztagsklassen genutzt werden soll.

"Ein jahrelanger Traum geht in Erfüllung", sagte Schulleiter Erhard Storoschenko bei der Eröffnung der Räume. 20 Jahre lang habe die Grundschule im Nordend auf den Ausbau gewartet, der wegen Denkmalschutz und Rettungswegevorschriften nicht leicht zu realisieren gewesen sei. "Jetzt ist ein guter Kompromiss entstanden." Um ausreichend Tageslicht hinein zu lassen, wurden neue Fenster in die Dachkonstruktion geschnitten. Eine Treppe führt zu einer Galerie, von der aus ein Rettungsweg abgeht.

Insgesamt betrachtet sind die neuen Räume für die Schule ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn das Gebäude in der Bernardstraße platzt aus allen Nähten. Einst für Vierzügigkeit konzipiert, sind mittlerweile sieben Eingangsklassen untergebracht.

Der Neubau im Hafen rückt wohl in weite Ferne

Stadt und Schulleitung hatten deshalb auf die neue Schule gehofft, die im Hafengebiet entstehen sollte. Seit nun der Verwaltungsgerichtshof vergangene Woche den Bebauungsplan für das neue Viertel gekippt hat, ist diese Aussicht auf Entlastung erstmal wieder in weitere Ferne gerückt.

"Das ist ein Rückschlag", sagt Stadtrat und Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP). Dennoch müsse die Stadt schnell Raum für die kommenden Grundschüler schaffen - ob am Hafen oder anderswo. "Wir werden eine Lösung finden." Die Zeit drängt: Ohne Entlastung müsste die Goetheschule im Jahr 2012 zehn erste Klassen aufmachen.

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