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Großplakate am Taunusring werben um die Offenbacher Wähler:innen.
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Großplakate am Taunusring werben um die Offenbacher Wähler:innen.

Kommunalwahl in Offenbach

Plan der Offenbacher SPD geht auf

Mit OB Schwenke als Zugpferd hängen die Sozialdemokraten die CDU und die Grünen in Offenbach ab.

Die SPD hat nach dem Trendergebnis die Kommunalwahl in Offenbach klar gewonnen. Nach Auszählung der Listenkreuze kamen die Sozialdemokraten auf 26,1 Prozent der Stimmen und damit deutlich vor CDU (18,8) und die Grünen (18,6). „Stand heute haben die Wähler:innen klar zum Ausdruck gebracht, dass sie eine andere Koalition möchten“, sagte SPD-Parteichef Christian Grünewald. „Eine Koalition, die den Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke besser unterstützt.“ Im Wahlkampf hatten die Sozialdemokraten den OB auf Listenplatz eins gesetzt, wohlwissend, dass er die Wahl als Stadtverordneter nicht antreten wird. Offenbar war es trotzdem ein guter Schachzug, auf Schwenke als Zugpferd und bekanntes Gesicht zu setzen.

Während Grünewald schon Koalitionsgespräche mit allen Parteien „mit Respekt und auf Augenhöhe“ in Aussicht stellte, traten die Christdemokraten auf die Bremse. „Wir haben noch nicht einmal 50 Prozent der Stimmen ausgezählt“, sagte der CDU-Vorsitzende Andreas Bruszynski. Von den abgegebenen 33 721 Stimmen der 94 827 Wahlberechtigten sind laut Wahlleiter Gordon Hadler „erfahrungsgemäß“ ein Drittel kumulierte und panaschierte Stimmen, die erst ab Montag ausgezählt werden. „Ich habe die Zuversicht, dass viele unserer Wähler kumuliert und panaschiert haben. Von daher denke ich, dass es noch eine deutliche Verschiebung geben wird“, sagte Bruszynski.

Die Grünen, die eigentlich mit dem Ziel ins Rennen gegangenen waren, stärkste Partei zu werden, zeigten sich mit einem Plus von knapp vier Prozent zufrieden. „Ich würde mich freuen, wenn wir zu Gesprächen eingeladen werden, um unsere Stadt auf gute gemeinsame Basis aufzustellen“, sagte Grünen-Sprecherin Birgit Simon. An den Wahlleiter gerichtet sagte sie, dass er den Wahlbezirk 34 nochmal überprüfen solle. Da hätten die Grünen keine einzige Stimme bekommen. „Das scheint mir außergewöhnlich.“

Laut Trendergebnis, schafften es alle zwölf angetretenen Listen, mindestens einen Sitz in der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung zu ergattern. Auch das erstmals angetretene Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG), das nicht einmal eine eigene Webseite oder einen eigenen Social-Media-Auftritt hat, sondern alles über die Bundespartei laufen ließ. Trotzdem erreichten sie 1,89 Prozent.

Erfreulich für alle Parteien in Corona-Zeiten ist, dass die Wahlbeteiligung leicht gestiegen. 2016 lag sie bei 32,9 Prozent, in keiner anderen hessischen Kommune war sie niedriger. Diesmal sind es 35,6 Prozent. Nach dem derzeitigen Trendergebnis wäre die Tansania-Koalition abgewählt. CDU, Grüne, FDP und Freie Wähler kämen nur auf 34 Sitze. 36 wären bei insgesamt 71 Sitzen für eine knappe Mehrheit nötig. Da würde auch ein Hospitant, wie es Gregory Engels (Piraten) in der vergangenen Legislaturperiode bei der CDU war, nicht ausreichen. Mit ihm zusammen kam das Bündnis auf insgesamt 37 Sitze.

Die Alternative für Deutschland (AfD) erreichte 9,66 Prozent, einfach nur, weil sie die AfD ist. Das Wahlprogramm der Rechtspopulisten bestand aus einer einzigen Seite mit Stichwörtern zu verschiedenen Themen. Die Linken sind derzeit fünftstärkste Kraft mit 9,1 Prozent. Neben der CDU verlor die FDP mit fast drei Prozent die meisten Stimmen und kommt nur auf 6,3 Prozent.

Oberbürgermeister Felix Schwenke teilte im Gespräch mit der FR mit: „Ich war gerne Teil eines Teams, dem Stand heute Abend ein sehr klarer Wahlsieg gegen jeden Trend gelungen ist.“ Er sei dankbar, dass die Wähler offenbar eine Koalition wollten, „die gut mit mir zusammenarbeiten wird“.

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