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Auch die Wiesenblatterbse ist zu bewundern.
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Auch die Wiesenblatterbse ist zu bewundern.

Naturspaziergang

Pinkfarbene Seltenheit

Bei einem Naturspaziergang sind Heidenelke und andere Kostbarkeiten zu bewundern.

Von Monica Bielesch

Ein knarrender Sumpfrohrsänger, ein singender Girlitz, roter Sandmohn, borstiger Ackerkrummhals und die zottige Wicke: Nicht etwa die Hauptfiguren eines Märchenbuches, sondern eines Naturspaziergangs mit Rolf Weyh mitten durch Bieber.

Der Biologe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Amt für Umwelt, Energie und Mobilität und bietet im Rahmen des Umweltbildungsprogramms der Stadt regelmäßig Naturführungen an. An diesem Samstag morgen begibt er sich unter dem Titel „Heidenelke und Rapunzel – Wiesenblumen am Rande der Großstadt“ mit einem Dutzend Interessierten auf die Suche nach der Heidenelke.

Dieses filigrane Blümchen ist von der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung Loki Schmidt zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur Blume des Jahres 2012 gekürt worden.

Die Heidenelke bevorzugt sandige, magere Böden, die das Wasser schlecht halten können. „Sie steht in jedem Bundesland auf der roten Liste der bedrohten Arten“, erläuterte Weyh beim Start in der Obermühlstraße. „In Offenbach gibt es noch einige seltene Bestände“, so der gebürtige Offenbacher. Früher habe es die Heidenelke auch noch am Südrand des Lohwalds und in der Würzburger Straße gegeben. Die Landwirtschaft habe die anspruchslose Pflanze jedoch von dort vertrieben, so Weyh.

Sprossende Felsennelke

Er ist ein wandelndes Biologie-Buch und so ist der Spaziergang mit ihm durch die Felder eine kurzweilige Sache. Er offenbarte den zumeist älteren Teilnehmern des Rundgangs unbekannte Schätze an den Feldern zwischen den belebten Straßen von Bieber und der Autobahn A3: einen Ackerlaufkäfer, die Saatwicke, die Rapunzel, die große Fetthenne oder die weiße Lichtnelke.

Sogar Blumen, die noch seltener sind als die Heidenelke konnte die Gruppe bestaunen: „Die Sprossende Felsennelke ist eine typische Heidepflanze“, erläuterte Weyh. Wo diese Pflanze sei, könne die Heidenelke nicht weit sein. Und tatsächlich: Am Rande eines schmalen, stillen Feldwegs leuchtete die Heidenelke mit ihrem frischen, hellen Pink unter einer Tanne hervor. Ihre zarten Blätter sind mit winzigen weißen Punkten gesprenkelt, die Blüte sitzt auf langen, schmalen, fast blattlosen Stengeln.

„Eine wunderschöne Blume, ich habe sie ins Herz geschlossen“, meinte Weyh. Seine Leidenschaft für die einheimische Flora und Fauna kann man wieder Ende Juli bei der nächsten Naturführung erleben. Dann geht es um Tümpel und Teiche.

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